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Mönchengladbach: Thomas Grünewald wird neuer Präsident der Hochschule Niederrhein

Wahl an der Hochschule Niederrhein : Historiker leitet Hochschule Niederrhein

Ex-Staatssekretär Thomas Grünewald folgt im März auf Hans-Henning von Grünberg.

Die Hochschule Niederrhein hat einen Nachfolger für den scheidenden Präsidenten Professor Hans-Hennig von Grünberg gefunden: Der Historiker Thomas Grünewald wird im kommenden Jahr neuer Präsident der Hochschule. Das hat am frühen Donnerstagabend die Wahlversammlung der Hochschule entschieden, zu der der Senat und der Hochschulrat gehören. Er übernimmt das Amt von Hans-Hennig von Grünberg im März kommenden Jahres. Der 53-Jährige hatte im Frühjahr mitgeteilt, nicht erneut kandidieren zu wollen.

Grünewald war zuletzt von 2014 bis 2017 verbeamteter Staatssekretär im NRW-Wissenschaftsministerium. Der 59-Jährige wurde für sechs Jahre gewählt. Er erhielt die dafür erforderliche absolute Mehrheit in allen Gremiengruppen, wie die Hochschule am Abend mitteilte. Er übernimmt eine Hochschule mit rund 14 500 Studierenden in zehn Fachbereichen und mehr als 80 Studiengängen. Damit ist sie die viertgrößte Fachhochschule in Deutschland und die zweitgrößte in NRW nach der Technischen Hochschule Köln.

Auf den Physiker von Grünberg folgt nun ein Geisteswissenschaftler. Grünewald studierte Geschichte und Politikwissenschaft. 1989 folgte die Promotion an der Universität-Gesamthochschule Duisburg. 1998 habilitierte er sich ebendort als Privatdozent für Alte Geschichte. 2002 wechselte Grünewald ins NRW-Wissenschaftsministerium als Referent für Hochschulplanung und wurde 2002 Leiter verschiedener Referate.

Grünewald wirkte am Konzept
der Cyber-Security-Akademie mit

2007 folgte der Wechsel nach Potsdam, wo er hauptamtlicher Vizepräsident für Lehre und Studium der Universität Potsdam wurde. 2012 war er kurzzeitig Beauftragter des Landes Brandenburg für die Entwicklung der Hochschulregion Lausitz, bevor er zurück nach NRW wechselte als Abteilungsleiter im Wissenschaftsministerium.  Im Oktober 2014 berief die damalige Ministerin Svenja Schulze, heute Bundesumweltministerin, den Sozialdemokraten Grünewald zum
Staatssekretär.

Die wichtigste Aufgabe Grünewalds wird jetzt sein, die Cyber-Security-Akademie in Mönchengladbach gemeinsam mit Bonn zu etablieren. An dem Konzept für die geplante Cyber Alliance wirkte er bereits mit, und zwar im Auftrag des Präsidiums der Hochschule
Niederrhein.