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Mönchengladbach: Stadt will Stück Abteistraße für Verkehr sperren

Abteistraße in Mönchengladbach : Stadt will Poller am Museum aufstellen

Die Stadt will Autoverkehr direkt vor dem Eingang des Abteibergmuseums unterbinden. Obwohl die Durchfahrt wenige Meter weiter schon versperrt ist, fahren immer wieder Wagen in die Sackgasse.

Fünf schlanke Poller hat die Abteistraße schon. Und die verhindern, dass Autos am Museum Abteiberg vorbei bis zum Rathaus fahren können. Wenige Meter hinter dem Museumseingang ist dank der Poller Schluss. Die Stadt möchte den Verkehr auf der Straße nun weiter beschneiden: Der Abschnitt unmittelbar vor dem Museumseingang soll nur noch Radfahrern, Fußgängern und Lieferfahrzeugen offen stehen. Ziel: den Aufenthaltswert des Areals rund ums Museum erhöhen. Den Plan will die Stadtverwaltung den Politikern am Mittwoch, 12. August, in der Bezirksvertretung Nord präsentieren.

Durch eine Fahrbahnverengung und die Poller sei das Gelände am Johannes-Cladders-Platz für Fußgänger und Radfahrer bereits aufgewertet worden, sagt die Stadt, und zwar „enorm“.

Nun soll es offenbar noch enormer werden. Denn, so hat die Stadt festgestellt: „Nach einer Testphase von zwei Jahren bleibt die Verkehrssituation auf der Abteistraße vor dem Johannes-Cladders-Platz zwischen Museum und Stadtmauerhaus jedoch sehr unbefriedigend. Trotz der bestehenden Abpollerung aus Richtung Rathaus und einer straßenverkehrsrechtlichen Beschilderung fahren Fahrzeuge über den Johann-Peter-Boelling-Platz in die Sackgasse ein.“

Da an den Pollern Schluss ist, müssen Wagen auch wieder raus aus der Sackgasse. Was nach Angaben der Stadt nicht immer reibungslos gelingt: „Die Wendemanöver führten bereits mehrfach zu Beschädigungen am Eingang des Museums und der umliegenden Gebäude.“ Obendrein gefährdeten die Sackgassen-Piloten Fußgänger und Radfahrer und schmälerten die Aufenthaltsqualität vor dem Museum.

Auch aus der Altstadt sollen
Autos fern gehalten werden

Die angepeilte Lösung: eine weitere Reihe Poller ein Stück vor dem Eingang zum Musenhaus. Mit diesem Kunstgriff soll „vor dem Museum eine einheitliche nur für Fußgänger und Radfahrer zugängliche Platzfläche“ entstehen. Die erhoffte Folge: „Familien können sich mit ihren Kindern in einem sicheren Umfeld aufhalten, bevor sie beispielsweise das Museum besuchen. Dasselbe gilt für Schulklassen oder andere Gruppen, die Angebote des Museums wahrnehmen. Die Aufstellfläche vor dem Museum dient als sicherer Treffpunkt. Auch wird dadurch die Barrierefreiheit erreicht.“

Poller stehen bei den Planern in der Stadtverwaltung so hoch im Kurs, dass sie noch mehr davon in der Innenstadt einsetzen wollen. „Mittelfristig ist angedacht, im Altstadtbereich ein ganzheitliches Absperrsystem mit versenkbaren Pollern, sogenannten Hubpollern, umzusetzen. Dies könnte aber erst ab 2022, im Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt Gladbach und Westend, realisiert werden“, heißt es in der Vorlage, die die Stadt für die Bezirksvertretung Nord geschrieben hat. Mit der befasst sich zwei Wochen später auch der Planungs- und Bauausschuss.