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Mönchengladbach: Sportmotorische Tests in Schulen

Mönchengladbach : Grundschulen testen Beweglichkeit der Kinder

Zehn Grundschulen machen bei einem Pilotprojekt mit. Ziel ist es, die Schüler bei Schwächen gezielt zu fördern, um Folgen durch Bewegungsarmut vorzubeugen.

So schnell laufen, wie es geht. Durch Kästen kriechen. Mit dem Ball umgehen. Die sportmotorischen Tests, die derzeit an zehn Mönchengladbacher Grundschulen laufen, sind vielfältig. Die Kinder der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Eicken sind mit vollem Elan dabei. Nicht alles klappt auf Anhieb, aber keiner lässt sich entmutigen und jeder gibt sein Bestes. Dabei ist dem Team des Stadtsportbundes, das bei den Tests mit den Schülern arbeitet, auch wichtig, dass es trotzdem Spaß macht.

Die Grundschule Eicken ist die vorletzte Schule, an der der „Sportmotorische Test-Check“ als Pilotprojekt in Kooperation vom Fachbereich Schule und Sport, Stadtsportbund und Schulaufsicht läuft. Darüber hinaus machen die Grundschulen Waisenhausstraße, Carl Sonnenschein, Pahlkestraße, Schulstraße, Nordstraße, Hermann Gmeiner, Heyden, Franz Wamich und Pesch mit.

Talentierte Schüler sollen mit Vereinen in Kontakt kommen

Getestet werden an diesen Schulen die Schüler der zweiten Klassen. Das ist der erste Check. In der vierten Klasse wird der Test wiederholt. Das heißt dann „Recheck“. Bei den Tests geht es um Kraft, Koordination, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Haben Kinder darin Schwächen, sollen sie speziell gefördert werden. Besonders talentierte Kinder versucht der Stadtsportbund mit Vereinen zusammenzubringen.

„Zunächst werden die Ergebnisse ausgewertet, und dann sehen wir weiter. Aber angedacht ist zum Beispiel eine Talentiade, bei der die Kinder spielerisch ihr Können zeigen und die Vereine einen Blick auf die Talente werfen können“, sagt Johannes Gathen, Geschäftsführer des Stadtsportbundes.

Im Vordergrund steht nach Angaben der Stadtverwaltung aber zunächst der gesundheitliche Aspekt. Bewegungsarmut mit Folgen wie Übergewicht bis hin zu Einschränkungen in der Beweglichkeit bei Kindern würden immer häufiger festgestellt. Mit Hilfe der Checks soll frühzeitig entgegengewirkt werden. „Deswegen war für uns auch klar, dass wir das Projekt gerne mit unterstützen“, sagt Christoph Eich von der Schulaufsicht.

Im Sportunterricht ist eine so genaue Erfassung nicht möglich

„Wir können mit dafür sorgen, dass das Projekt standortbezogen so integriert wird, dass es den Schulalltag der Grundschulen bereichert und ergänzt“, führt Eich aus: „Es wäre im normalen Sportunterricht nicht möglich, so genau den Stand einzelner Schüler festzustellen und auszuwerten und sie dementsprechend zu fördern.“ Geplant sei, nach den Sommerferien mit Bewegungsfördergruppen zu starten.

Finanziert wird das Pilotprojekt für die nächsten sechs Schuljahre über Mittel im städtischen Haushalt und des Förderprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen „Sportplatz Kommune“. „Das ist eine Investition, die sich lohnt. In guter Zusammenarbeit mit den Schulen und dem Stadtsportbund haben wir die Möglichkeit, schon frühzeitig zu erkennen, wo gefördert werden muss, bevor langfristig Probleme entstehen“, sagt Harald Weuthen, Leiter des Fachbereichs Schule und Sport. Red