Mönchengladbach: Schloss Rheydt soll barrierefrei zugänglich gemacht werden

Mönchengladbach : Barrierefreie Wege kosten 100 000 Euro

Verwaltung hat ermittelt, wie viel Geld am Schloss Rheydt investiert werden müssten.

Wer auf einen Rollator oder auf einen Rollstuhl angewiesen ist, oder wer mit dem Kinderwagen über das Kopfsteinpflaster den Weg zum Schloss Rheydt sucht, der weiß, wie schwierig das sein kann. Vor etwa einem Jahr haben die Mitglieder der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus gemeinsam mit den Rheydter Bezirkspolitikern die Wege zum Schloss überprüft. Jetzt scheint sich eine Lösung abzuzeichnen. Die Verwaltung hat analysiert, wie mehr Barrierefreiheit hergestellt werden kann. Rund 100 000 Euro wird es kosten, Wege und Zugänge zu überarbeiten.

Geplant ist eine Wegeführung mit einem Kleinpflasterbelag durch das gesamte Areal. „Die Umsetzung ist durchaus möglich“, sagt Thomas Fegers, Fraktionsgeschäftsführer der SPD-Ratsfraktion. Die Verwaltung müsse nun Geld für die Realisierung bereitstellen.

Behindertenverbände sind bei der Planung mit eingebunden

„Als Bezirksvertretung haben wir das Problem schon länger auf dem Schirm. Deswegen haben wir auch Haushaltsmittel bereitgestellt, um Planungen zu erarbeiten. Umso erfreuter sind wir, dass die Verwaltung eine Lösung gefunden hat, die den Menschen hilft und mit dem Denkmalschutz vereinbar ist. Schloss Rheydt ist ein Ort für alle Menschen, deshalb müssen wir es möglich machen, dass auch ältere und bewegungseingeschränkte Menschen dort gefahrlos hingelangen können. Das gilt nicht nur für die Wegeführung, sondern für den ganzen Gebäudekomplex“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Süd, Horst Schnitzler. Da auch die Behindertenverbände bereits eingebunden worden seien, müsse man sich nun zügig über die Umsetzung und die Finanzierung, möglicherweise auch über Fördermittel, unterhalten.

Die letzte umfassende Renovierung und Sanierung von Schloss Rheydt ist bereits lange her. Die SPD-Fraktion sieht daher auch die Notwendigkeit, zur Sicherung möglicher Förderanträge in eine Grundlagenermittlung einzusteigen und diese in den nächsten Haushaltsjahren finanziell abzusichern.

Rainer Missy, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft 60plus, und Peter Gabor, zuständig für das Thema Inklusion innerhalb der Mönchengladbacher SPD, hören das natürlich gerne: „Das Beispiel zeigt, dass sich der Einsatz lohnt und wir Schritt für Schritt mehr Barrierefreiheit innerhalb der Stadt erreichen können.“

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