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Mönchengladbach: Happy End für Gecko Randall

Tierischer Fund : Gecko „Randall“ hat ein neues Zuhause

Die Echse wurde im September über den Sperrmüll entsorgt. Jetzt ist sie wieder fit.

Es sah nicht gut aus für den kleinen Gecko, als er vor gut zwei Wochen gefunden wurde.  Dehydriert, abgemagert, die Augen verklebt und fast erfroren – so fand GEM-Mitarbeiter Tobias Göckler das Tierchen  am Mittwoch, 27. November. Der Leopardgecko wurde samt Terrarium in einem Sperrmüllhaufen an der Helenastraße entsorgt. „Ich hatte Zweifel, dass er es schafft“, sagt Tobias Göckler. Der Müllwerker zögerte nicht lange rettete das hilflose Tier aus seiner misslichen Lage.

Mühevoll konnte das Findelkind in den vergangenen Wochen trotz seines sehr schlechten gesundheitlichen Zustands von Reptilien-Experten aufgepäppelt werden. Jetzt hat die Echse ein neues Zuhause, und es geht ihr wieder gut: Die Häutungsprobleme von Randall, wie Tobias Göckler den Gecko in Anspielung auf einen Film-Gecko nennt, sind behoben; jetzt kann er auf einem Auge auch wieder sehen. Randall hat seine natürliche Hautfarbe zurück, ist munter und hat deutlich zugenommen. Noch ist er zwar ein paar Gramm von seinem Idealgewicht entfernt.

Aber Tobias Göckler, der zuvor schon Geckos gehalten hat, will Randall mit üppigen Wachsmottenlarven und einem liebevollen Zuhause weiter fit machen. „Ich freue mich, dass ich ihn jetzt mit nach Hause nehmen kann“, sagt der GEM-Mitarbeiter. Dort wartet auf das Reptil  ein großes Terrarium, das nicht nur wie sein natürlicher Lebensraum aussieht, sondern auch die passende Wohlfühltemperatur von 30 Grad misst.

Währenddessen laufen die Ermittlungen, wer das Tier einfach an die Straße gestellt hat. Die GEM hatte den Fall der Polizei gemeldet und inzwischen auch eine Zeugin vermittelt.

GEM-Mitarbeiter fanden schon häufiger Tiere

Es ist nicht das erste Mal, dass Mitarbeiter des Entsorgers Tiere zwischen Abfällen finden. Im Januar 2018 entdeckten Mitarbeiter der GEM zwei Kaninchen an einem Papiercontainer und retteten sie vor einer kalten Nacht. Die Tiere waren einfach in einer Transportbox an den Wertstoffcontainern an der Dahlener Straße abgelegt worden. Ebenfalls an einem Papiercontainer in Giesenkirchen fanden Mitarbeiter im Juli 2017 18 Pythons. Die Schlangen zeigten schon Mangelerscheinungen. Wären sie nicht gefunden und später zu einem Reptilien-Experten gebracht worden, der sie aufpäppelte, hätten sie wahrscheinlich nicht überlebt. Auch diese Tiere hatte die GEM damals weitervermitteln können. gap