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Mönchengladbach: Die Prognosen zwei Wochen vor der Bundestagswahl 2021

Bundestagswahl 2021 in Mönchengladbach : Günter Krings ist laut Portal der Favorit

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es künftig drei Gladbacher Abgeordnete gibt.

Die Prognose ist nicht allzu gewagt angesichts der Wahlhistorie in Mönchengladbach. Und doch bietet sie Raum für Interpretationen: Nach Analyse des Portals „election.de“ ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Günter Krings der Favorit bei der Wahl des Direktmandates für die Stadt am 26. September. Das waren CDU-Politiker in Mönchengladbach fast immer seit Bestehen der Bundesrepublik, auch Krings hat das Direktmandat bereits fünf Mal seit 2002 geholt. Aber durch ist das Rennen für Krings gegen seine aussichtsreichsten Herausforderer Gülistan Yüksel (SPD) und Kathrin Henneberger (Grüne) noch nicht. „Election.de“ bezeichnet den Wahlsieg Krings’ bei den Erststimmen nicht als sicher, sondern als wahrscheinlich.

Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die CDU den Wahlkreis am 26. September gewinnt, laut „election.de“ bei 76 Prozent. Ein SPD-Sieg wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 24 Prozent angegeben. In diese Prognose fließen langfristige Wählerpotenziale und die Kandidaturen in den Wahlkreisen ebenso wie aktuelle demoskopische Trends, sowie das voraussichtliche Stimmen-Splitting mit ein. Auch das Portal „wahlkreisprognose.de“ sieht Krings vorne, aber nur mit einem sehr knappen Vorsprung, sodass auch dieses Portal noch keine Entscheidung sieht. Die Direktkandidaten der anderen Parteien (es kandidieren insgesamt neun Bewerber) sind in den Voraussagen praktisch chancenlos.

Wer auch immer das Direktmandat gewinnen sollte – klar ist zumindest nach derzeitigem Stand, dass Mönchengladbach in der kommenden Legislaturperiode mit gleich drei Abgeordneten im Bundestag vertreten sein wird. Krings ist auf der Landesliste der CDU auf Rang sieben sehr gut positioniert. Yüksel hat es mit Platz 22 bei der SPD zwar deutlich schwerer ebenso wie Henneberger mit Platz 20 bei den Grünen. Nach dem derzeitigen Stand der Umfragen reicht dies aber bei „mandatsrechner.de“ für alle drei für den Einzug ins Parlament über die Landesliste. Yüksel hatte vor vier Jahren zwar einen besseren Platz auf der Nachrückerliste, nämlich Rang zwölf. Damals musste sie aber bis tief in die Nacht warten, bis klar war: Die Liste zieht bis Rang 17. Das würde diesmal allerdings nicht reichen.