Mönchengladbach: Christkindlmarkt bietet Hilfe für Bedürftige

Bei kaltem, aber sonnigen Wetter auf dem Kapuzinerplatz : Tausende Besucher strömen auf den Kapuzinerplatz

Der Christkindlmarkt ist eine Institution. Die Gladbacher tun mit ihrem Besuch auch etwas für den guten Zweck.

Der Christkindlmarkt ist eine Institution in der Stadt. Am Samstag waren wieder Tausende Besucher auf dem Kapuzinerplatz dabei.

Viele Besucher zog es bei dem kalten, klaren Wetter auf den Markt. Foto: Ilgner Detlef (ilg)

Das Angebot

Die Stände waren umlagert. Foto: Ilgner Detlef (ilg)

Holzwichtel, Adventskränze, Engel, Windlichter, Liköre, Marmeladen, Weihnachts-CDs, Chutneys, Honig, Karten, Bücher, Spielzeug, Trödel, Kleidung aus zweiter Hand, Bilder: Das Angebot des Christkindlmarktes auf dem Kapuzinerplatz am Samstag war vielfältig. Kaffee, Tee, Kakao, Punsch, Glühwein, Suppen, Reibekuchen, Baguettes, Leberkäse, Poffertjes, Kuchen wurden gereicht und sorgten dafür, dass keiner hungrig nach Hause gehen musste.

Das Wetter

Das Wetter ist ein wichtiger Mitspieler bei den Weihnachtsmärkten und benahm sich an diesem Samstag außergewöhnlich gut. Zur Eröffnung um neun Uhr strahlender Sonnenschein und ein Grad, am Nachmittag strahlender Sonnenschein und sechs Grad. Perfektes Weihnachtsmarktwetter also. Da wurden schon um halb zehn am Vormittag Glühwein,  heiße Maronen und Reibekuchen verputzt.

Die Beteiligten

Mit dabei waren 50 unterschiedliche Initiativen. Zum Beispiel Vereine und Organisationen für Menschen mit Behinderung wie die Lebenshilfe, der Reha-Verein, die Stiftung Hephata oder die Förderschulen der Stadt. Auch die politischen Parteien machten mit und boten Reibekuchen, Baguettes, Maronen an. Einen großen Anteil stellten die Service-Clubs mit den Inner Wheels, dem Leo-Club, den Lions-Clubs, den Rotariern, den Soroptimisten, den Zontas, dem Round Table und Tangent 51. Private und kirchliche Initiativen beteiligten sich ebenso wie das Krankenhaus Neuwerk oder der Niederrheinische Presseverein, der Stollen verkaufte.

Das Neue

Erstmals auf dem Markt war Familie Herh aus Syrien. Darüber freute sich Charlotte Lorenz besonders. Sie hat den Markt von ihrer Mutter Ruth Walter „geerbt“ und organisierte ihn nun zum siebten Mal. Die Familie, so erzählte Lorenz, hatte den Markt kennengelernt und angefragt, ob sie mitmachen könne. Mit großem Erfolg verkauften sie süße und herzhafte frisch gebackene Leckereien. Neu dabei waren auch das Förderzentrum Süd und die Gesamtschule Volksgarten. Beide hatten sich für den sogenannten 9. Teil des Erlöses beworben. Der wurde in diesem Jahr geteilt. „Ich freue mich richtig, dass wir ihnen das Geld geben können“, sagte Lorenz. „Die Bewerbung der Gesamtschule war so leidenschaftlich.“

Das Programm

Es sorgte dafür, dass nicht nur gegessen, getrunken und nette Dinge gekauft wurden. Der Nikolaus machte seine Runden über den Markt und über den Tag verteilt traten (inklusive) Musikgruppen auf und sorgten für vorweihnachtliche Musik. Mit dabei: Rhythm &Surprise, Wonder-Brass, die Otto-Singers, Sound and Spirit und Trommelwerk.

Die Besucher

Viele sind begeistert. „Es ist ein Ort der Begegnung: Man trifft jedes Jahr dieselben Menschen“, so hörte man. Je später, umso dichter gefüllt waren die breiten Gänge zwischen den Buden. Jeder schien jeden zu kennen, man traf sich, man grüßte sich, man blieb stehen und trank gemeinsam Kaffee oder Glühwein. Das Angebot der Stände wurde gut angenommen: „Es ist ein freundlicher Markt. Das Schöne ist auch, dass alles selbstgemacht ist“, kommentierte Ingrid Maasmann.

Das Außergewöhnliche

„Der Betreiber der Eisbahn“, erzählte Charlotte Lorenz, „kam und spendete spontan Lebkuchenherzen. Das ist doch was fürs Herz.“