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Mönchengladbach: CDU-Chef Günter Krings bereitet sich und seine Partei für die Bundestagswahl 2021 vor

Interview Günter Krings : Arbeit in Berlin macht Spaß

Der CDU-Chef und Bundestagsabgeordnete will sich von der Basis bereits jetzt für die Bundestagswahl 2021 aufstellen lassen.

Die Parteien stimmen sich gerade auf den Wahlkampf für die Kommunalwahl am 13. September ein, der in Zeiten der Pandemie anders als sonst sein wird. Doch die Mönchengladbacher CDU hat bereits die nächste Abstimmung im Blick: die Bundestagswahl in etwas mehr als einem Jahr.

Bei einem Parteitag in der Red Box werden die Mitglieder am Donnerstagabend darüber abstimmen, mit wem sie ins Rennen gehen. Zur Wahl steht erneut der Kreisvorsitzende Günter Krings, der seit 2002 Mitglied des Bundestags ist.

Mehr als ein Jahr vor der Bundestagswahl laden Sie zur Aufstellungsversammlung. Warum so früh?

Günter Krings: Wir haben nie später als im September den Kandidaten aufgestellt. Weil dann aber die Kommunalwahl ist und möglicherweise zwei Wochen später die Stichwahl ums Oberbürgermeisteramt, wollten wir nicht so nah am Kommunalwahltermin tagen. Als Anfang des Jahres vorgezogene Neuwahlen nicht ganz unwahrscheinlich erschienen, haben wir daher den Juni-Termin festgelegt. Dabei sind wir nun auch deshalb geblieben, weil wir in Corona-Zeiten kurzfristige Probleme bei öffentlichen Veranstaltungen nicht ausschließen können. Das sehen wir aktuell leider im Kreis Gütersloh. Deshalb ist es klug, als Partei möglichst früh die Weichen auch schon für die übernächste Wahl zu stellen. Aber ich möchte die Versammlung auch für den Kommunalwahlkampf nutzen, denn als Rednerin habe ich für den Abend die Kommunalministerin Ina Scharrenbach eingeladen.

Da ist aber schade, dass Ihr OB-Kandidat Frank Boss nicht dabei ist, weil er als Abgeordneter im Plenum des Landtags sein muss ... 

Krings: Bei uns muss er ja niemanden überzeugen. Aber die Regierungskoalition im Landtag hat nur eine Stimme Mehrheit, da muss jeder Abgeordnete anwesend sein. Das ist auch für uns wichtig.

Weshalb ist es richtig, Sie wieder für den Bundestag aufzustellen?

Krings: Auch nach einigen erfolgreichen Jahren im Bundestag ist eine erneute Aufstellung keineswegs eine Selbstverständlichkeit für mich. Aber ich arbeite nach wie vor mit voller Motivation und großer Einsatzfreude im Bundestag. In Berlin kann ich in meinen Ämtern wie dem des Parlamentarischen Staatssekretärs oder dem Vorsitz der NRW-Landesgruppe Politik aktiv mitgestalten. Für mich steht aber nach wie vor das Engagement für die Menschen in meinem Wahlkreis Mönchengladbach im Mittelpunkt meiner Arbeit und meines Interesses. Ich bin hier geboren, hier aufgewachsen, hier zur Schule gegangen, und ich empfinde täglich große Freude, dass ich meine Heimatstadt in Berlin vertreten darf. Auch in letzter Zeit gibt es ganz konkrete Bürgeranliegen und lokale Projekte, bei denen ich für unsere Heimat etwas erreichen konnte: Etwa Fördergelder für das BIS-Zentrum, die Brandts-Kapelle oder die Ansiedlung einer mobilen Einheit der Bundespolizei in ­Mönchengladbach.

Rechnen Sie mit ­Gegenkandidaten?

Krings: Darüber spekuliere ich nicht. Jedes Mitglied der CDU hat bei Wahlen natürlich das Recht zu kandidieren. Ich bin aber überzeugt, den Mitgliedern gute Argumente für meine erneute Nominierung präsentieren zu können.