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Mönchengladbach: Awo zieht im Jubiläumsjahr in neue Zentrale

Bald neue Adresse in Rheydt : Die Arbeiterwohlfahrt zieht nach Rheydt

Durch die Verlegung vieler Standorte an einen zentralen Punkt soll Geld gespart werden.

Bis am Rheydter Marktplatz das neue Rathaus entsteht, in dem die Stadtverwaltung sämtliche Außenstellen konzentrieren will, werden noch Jahre vergehen. Auch der politische Beschluss steht für das Großprojekt noch aus. Norbert Bude und Uwe Bohlen beobachten das mit Interesse, schließlich sitzen sie bald quasi in Sichtweite des Rathauses in Rheydt. Bohlen ist Vorstand des Mönchengladbacher Kreisverbands der Arbeiterwohlfahrt (Awo), der frühere Oberbürgermeister Norbert Bude ist Vorsitzender des Präsidiums. Und gemeinsam planen sie an einem zwar nicht ganz so großen Projekt, das aber viele Parallelen zu den Plänen der Stadtverwaltung aufweist: Die Awo verteilt sich zurzeit auf zu viele Standorte in der Stadt, teils zur Miete, teils im Eigentum, meist in veralteten und sanierungsbedürftigen Immobilien. Das ist – oder wird durch notwendige Maßnahmen – teuer. Mit dem Umzug nach Rheydt im Sommer kommenden Jahres soll sich das ändern.

Die Geschäftsstelle an der Brandenberger Straße ist klein

„Die Grundidee ist ähnlich wie beim Rathaus-Neubau“, sagt Bohlen. Am neuen Standort, Limitenstraße 64-78, werden mehrere Bereiche konzentriert. Dazu gehört natürlich die Geschäftsstelle des Kreisverbands, der die Räume an der Brandenberger Straße zu eng geworden sind, aber auch die dortige Beratungsstelle sowie Übersetzer und die Bildungswerke. 150 Mitarbeiter werden in der neuen Zentrale Platz haben, in der Geschäftsstelle sind es aktuell 35. 3255 Quadratmeter Fläche, etwas weniger als bisher, wird die Awo im früheren Staples-Gebäude, das in großen Teilen seit langem leer stand, beziehen. Mit dem Umzug werden laut Bohlen auch interne Prozesse optimiert: schnellere Arbeitsabläufe und kürzere Kommunikationswege durch räumliche Nähe, dadurch besserer Kundenservice.

„Die zum Teil klassischen Büroräume werden auf die neuen Bedürfnisse hin umgebaut“, ergänzt Bude. Die konzeptionelle Beratung soll sich in den Räumen widerspiegeln – durch hellere Atmosphäre, runde Tische, Sofa-Ecken. In der ersten Etage sind ausschließlich Seminarräume vorgesehen. Die Kosten für den Umbau sind mit 250 000 Euro überschaubar. „Unterm Strich werden wir sparen“, sagt Bohlen. allein im vergangenen Jahr habe die Awo 50 000 Euro nur für Heizkosten ausgegeben. Das dürfte mit dem Umzug deutlich weniger werden. Die Räume werden gemietet, nicht gekauft.

Die Feiern zum 100-jährigen Bestehen starten Donnerstag

Drei Jahre Planung seien dem vorausgegangen, sagt Bude. Die betroffenen Mitarbeiter seien miteinbezogen worden. Wichtig sei: „Die Awo verschwindet nicht aus der Fläche.“ Kitas und Altenheime seien von der Zentralisierung natürlich nicht betroffen. Spürbar werde das aber außer an den Kosten auch an einem verbesserten Service. Außerdem sei die Awo an dieser zentralen Stelle gut sichtbar und erreichbar. Auch Barbara Gersmann, die zuständige Bezirksvorsteherin und Budes Lebensgefährtin, freut es. Damit werde einer der vielen Leerstände in Rheydt beendet.

Damit hat die Awo Mönchengladbach gleich zwei Gründe zu feiern: den Umzug ins neue Domizil, vermutlich Mitte 2019. Außerdem starten am Donnerstag bundesweit die Veranstaltungen zum 100-jährigen Bestehen der Arbeiterwohlfahrt, die sich auch hier mit Veranstaltungen durch das ganze Jahr ziehen werden.