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Mönchengladbach: 270.000 Euro für Restaurierung der  Brandts-Kapelle

Restaurierung dringend nötig : Zuschuss vom Bund für die Brandts-Kapelle

Bis zu 270 000 Euro soll es für die Sanierung des Gotteshaus aus dem Jahr 1896 geben.

Die Bundesregierung will die Sanierung der Brandts-Kapelle an der Rudolfstraße mit bis zu 270 000 Euro unterstützen. Diese Mittel sollen aus dem Kulturetat zur Verfügung gestellt werden, teilte der Mönchengladbacher Bundestagabgeordnete Günter Krings (CDU) mit. Verfügbar wurden sie, weil Ausgaben in einem Denkmalschutz-Sonderprogramm geringer ausgefallen sind als veranschlagt. „Mit der Sanierung der Brandts-Kapelle leisten wir einen Beitrag zum Erhalt eines bedeutsamen Bauwerks, dass an seinen Erbauer Franz Brandts und dessen wegweisende integrativen und sozialen Errungenschaften erinnert“, sagt Krings.

Der Textilfabrikant Franz Brandts ließ die Kapelle 1896 zum Gedenken an seinen Sohn Rudolf bauen, der im Alter von 21 Jahren an Tuberkulose gestorben war. Brandts war ein Mitgründer des Volksvereins für das Katholische Deutschland und ein Pionier des politisch und sozial engagierten Katholizismus. Seine betagte Kapelle hat eine Restaurierung dringend nötig. Die Außenmauern mussten neu verfugt, Natursteine ersetzt werden.

Der Einbau einer neuen Heizung und eine Restaurierung des Fußbodens, der an einigen Stellen zugunsten von Podesten verschwunden ist, stehen noch an. Ebenso die Restaurierung von Wandmalereien.

Im September will der Verein
mit den Maßnahmen fertig sein

Im September lagen die geschätzten Kosten für die Sanierung bei insgesamt 1,2 Millionen Euro. Der Förderverein Stiftung Volksverein kümmert sich um das Sanierungsprojekt und wirbt um Spenden. Die Nachricht über die Zuwendungen des Bundes hat nicht nur Geschäftsführer Johannes Eschweiler gefreut. „Wir hatten schon eine Zusage über rund 130 000 Euro, dass das jetzt quasi verdoppelt wird, ist toll.“ Für die Arbeiten an den Außenmauern war der Verein schon in Vorleistung gegangen. Durch die Mittel des Bundes ist dieses finanzielle Engagement abgedeckt. „Das gemeinsame Werben für weitere Bundesmittel mit unserem Kulturdezernenten Gert Fischer hat sich gelohnt“, findet auch Günter Krings. Damit werde der Erhalt eines bedeutenden Mönchengladbacher Gebäudes unterstützt. Eschweiler schätzt, dass nun noch etwa 100 000 Euro fehlen, um alle nötigen Sanierungsarbeiten bezahlen zu können. Im September will der Verein mit allen Maßnahmen am Gebäude fertig sein.