Kreisparteitag: Ein neuer Chef und neue Wege für die FDP

Kreisparteitag: Ein neuer Chef und neue Wege für die FDP

Andreas Terhaag folgt Nicole Finger im Amt des Kreisverbands-Vorsitzenden.

Mönchengladbach. Auch wenn innerparteilich häufig kontrovers diskutiert würde, ihre Partei habe nicht nur im vergangenen Superwahljahr, "Einigkeit und Stärke nach außen gezeigt", postulierte die Mönchengladbacher FPD-Ratsfrau Nicole Finger. Ohne parteiinterne Differenzen ging am vergangenen Samstag die Wahl eines neuen Kreisvorsitzenden und seines Stellvertreters beim Ordentlichen Kreisparteitag der Liberalen über die Bühne.

35 der anwesenden 36 Mitglieder, 92,7 Prozent der Anwesenden, wählten Andreas Terhaag, bisheriger Vize des Kreisverbandes, zu ihrem neuen Chef. Die scheidende Vorsitzende Nicole Finger gibt ihre Position aus familiären Gründen auf, sie erwartet ihr zweites Kind.

Der Ex-Bundesminister und FDP-Ehrenvorsitzende Karl-Heinz Laermann lobte Nicole Fingers Arbeit als Parteichefin und bedauerte ihr Ausscheiden aus dem Vorsitz. Dafür gab es viel Beifall von den FDP-Kollegen. Andreas Terhaag will den Pfad der Geschlossenheit seiner Partei weitergehen und gleichzeitig neue Wege für die Freien Demokraten in Mönchengladbach finden. "Für mich ist das Verhältnis von Partei und Fraktion die wichtigste Aufgabe", so der neue Kreisvorsitzende.

Jörg Buer kann seine Arbeit im Kreisvorstand der FDP fortsetzten und wurde mit 35 Stimmen im Amt bestätigt. Außerdem gelang Ute König der Sprung an die Parteispitze. Die 24-jährige Ratsfrau hat seit kurzem ihr erstes juristisches Staatsexamen in der Tasche und sitzt an ihrer Promotionsarbeit. Schon in der Schule habe sie liberale Politik überzeugt: "Ich stehe dafür, dass unsere Ansätze im Koalitionsvertrag durchgesetzt werden", so die Nachwuchs-Liberale kämpferisch. Wiedergewählt wurde auch Schatzmeister Hermann Klammer. jfg

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