Justizskandal: Nun trifft es auch Chef der Behörde

Justizskandal: Nun trifft es auch Chef der Behörde

Drei Verfahren werden eingeleitet.

Mönchengladbach. Die Justizpannen bei der Gladbacher Staatsanwaltschaft führen an der Rheinbahnstraße zu einem strafrechtlichen Nachspiel. Gegen eine Justiz-Angestellte werde wegen Strafvereitelung im Amt ermittelt, teilte das NRW-Justizministerium mit. Sie soll als Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft die Bestrafung von Kinderschändern jahrelang verzögert haben.

Gegen eine Staatsanwältin (47), ebenfalls aus Gladbach, die den Fall des mutmaßlichen Süchtelner Kinderschänders zu langsam bearbeitet haben soll, wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Und auch dem Gladbacher Behördenleiter, Heinrich Franzen, droht ebenfalls ein Disziplinarverfahren.

Er soll die Einhaltung der Fristen in seiner Behörde nicht überwacht haben. Franzen, ein bekennender Christdemokrat, wurde von der NRW-Justizministerin nach Düsseldorf strafversetzt.

Franzen ist privat als Balderich eine karnevalistische Größe. Mitunter oberlehrerhaft, trat er beim Auftakt des Stadtkarnevals am 11.11. und beim CDU-Karneval auf. Ob das in Zukunft so ist, erscheint ungewiss. Der Mönchengladbacher Karnevalsverband MKV und Franzen wollen darüber am 13. August reden.

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