Interkulturelle Bibliothek: „Glücksfall für Rheydt“

Interkulturelle Bibliothek: „Glücksfall für Rheydt“

Laut Guido Weyer, Fachbereichsleiter Bibliothek und Archiv, steigen die Besucherzahlen.

Mönchengladbach. Die Interkulturelle Familienbibliothek in der Stadtteilbibliothek Rheydt kommt bei den Nutzern gut an. Nach einem Jahr zog jetzt Guido Weyer, Leiter des städtischen Fachbereichs Bibliothek und Archiv, in der Sitzung des Kulturausschusses eine erste Zwischenbilanz. Demnach sind die Besucherzahlen 2012 um neun Prozent gestiegen. Insgesamt zählte die Stadtteilbibliothek rund 500 000 Ausleihen und bis zu 1000 Besucher am Tag. „Das unterstreicht die Bedeutung der Familienbibliothek, die ein Glücksfall für Rheydt ist“, freut sich Guido Weyer.

Die Anfang Dezember 2011 in der Rheydter Bücherei gestartete Aktion ist ein deutschlandweites Pilotprojekt. Die Besonderheit: An den Wochenenden wird ein buntes Programm aus Kultur und Bildung angeboten. Integration lautet das oberste Ziel dieser Interkulturellen Familienbibliothek als Ort für Menschen verschiedenster Kulturen und Sprachen. Dafür ist auch sonntags geöffnet.

So findet an jedem zweiten und vierten Wochenende „Wortreich — Rheydt liest (vor)“ statt. Am jeweils dritten Wochenende steht „Ausdrucksstark — Rheydt spielt Theater“ auf dem Programm, während jeweils am ersten Wochenende „Klangvoll — Rheydt macht Musik“ angeboten wird. „Mit der interkulturellen Familienbibliothek verstärken wir die Zielgruppenarbeit für Familien und Menschen mit Migrationshintergrund“, sagt Brigitte Behrendt, Leiterin der Stadtbibliothek. „Die Zahlen machen deutlich, dass unser Angebot gut angenommen wird“, betont Guido Weyer.

Mittlerweile erkundigten sich auch andere Kommunen deutschlandweit nach dem Projekt. Der Besucherrückgang in der Rheydter Bibliothek aus den Jahren 2007 bis 2011 konnte wieder weitgehend aufgeholt werden. Die Stadt will auch über den Zeitraum der Förderung Ende 2013 hinaus an dem Projekt festhalten. Red.

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