Im Geropark gibt es kaum noch Bänke

Im Geropark gibt es kaum noch Bänke

Bürger wünschen sich mehr Sitzplätze an öffentlichen Plätzen.

Was ist, wenn ein Ort zum Verweilen einlädt, aber kein Sitzplatz vorhanden ist? Die Menschen sind enttäuscht. Genau das ist gerade der Fall bei Bürgern, die sich gerne im Geropark aufhalten. Dort wurden Sitzbänke abgebaut, weil sie dem Vandalismus zum Opfer gefallen waren. „Jetzt sind nur noch wenige Bänke vorhanden, und die sind meistens besetzt“, schreibt eine Frau in der Facebook-Gruppe „Du bist Mönchengladbacher, wenn...“. Bedauern würden das vor allem Senioren, die sich dort gerne ausruhen wollten. Und wie der Facebook-Diskussion zu entnehmen ist, seien nicht nur am Geroweiher Sitzgelegenheiten verschwunden.

Eine Nachfrage bei der Stadt ergab, dass auf jeden Fall neue Bänke aufgestellt würden. Allerdings werde das am Geroweiher erst geschehen, wenn der Innenstadtpark im Sinne des Masterplans aufgewertet worden sei. Wann das sein wird, weiß allerdings jetzt noch niemand so genau. Immerhin teilte die Stadttochter Mags wenig später mit: „Wir sind uns der exponierten Lage des Geroparks bewusst und planen jetzt, da die Fertigstellung der neuen Wege abgeschlossen ist, für das nächste Frühjahr sechs neue Bänke.“

Auch wenn in manchen Städten die gute alte Parkbank ausgedient hat, weil sie zu oft dem Vandalismus anheimfällt, in Mönchengladbach setzt man weiterhin auf Sitzmöbel im öffentlichen Raum. Das versichert auf jeden Fall Stadtsprecher Wolfgang Speen. „Wir wollen keine Bänke abbauen. Im Gegenteil. Wir wollen mehr. Denn Bänke sorgen für eine bessere Aufenthaltsqualität und für eine Verschönerung des Stadtbildes.“ So seien in der Vergangenheit bereits neue Sitzgelegenheiten aufgestellt worden — am Sonnenhausplatz, am Hensenplatz und am Schillerplatz beispielsweise. „Und am Rheydter Markt haben wir mit 180 Metern die längste Bank der Stadt“, sagt Speen. Und die werde auch rege genutzt.

Auch die Mags berichtet, dass sie in den vergangenen sechs Monaten rund 100 neue Bänke im Stadtgebiet aufgestellt hat, darunter 59 neue im Volksgarten mit Blick auf das anstehende Jubiläum, 29 weitere würden aktuell erneuert. Hinzu seien alte Sitzgelegenheiten auf dem Peter-Schumacher-Platz, im Stadtwald und an der Karl-Kämpf-Allee durch neue ersetzt worden.

Laut dem Stadtsprecher sollen in Zukunft auch weitere Plätze und Parks mit Sitzgelegenheiten aufgewertet werden. Er nennt als Beispiele den Erlemann-Platz. Dort sollen unter anderem Treppen als Sitzplätze dienen. Auch im Hans-Jonas-Park sind neue Verweilstationen geplant. Dass Bänke mutwillig zerstört werden, sei nach wie vor ein Thema, bestätigt Wolfgang Speen. Dennoch habe das Thema „Sitzen und Verweilen“ eine hohe Priorität.

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