Handwerker können bauen

Handwerker können bauen

NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann brachte die Nachricht nach Gladbach: Es gibt zehn Millionen Euro für ein Bildungszentrum der Kreishandwerkerschaft.

Mönchengladbach. Die Kreishandwerkerschaft Mönchengladbach hat lange auf diese Nachricht gewartet. Seit Jahren will sie ihr Berufsbildungszentrum neu bauen. Der Antrag ist von 2002.

Jetzt hatte Karl-Josef Laumann, der NRW-Minister für Arbeit Gesundheit und Soziales, die Bewilligungsurkunde im Wert von zehn Millionen Euro im Gepäck, als er das Haus des Handwerks in Gladbach besuchte. Er gab damit den Startschuss für den Neubau.

Den plant die Kreishandwerkerschaft auf ihrem Grundstück an der Oststraße, nur 500 Meter entfernt von der bisherigen Heimstatt an der Pescher Straße 115. Schon in der kommenden Woche wird Kreishandwerks-Geschäftsführer Stefan Bresser alle geldgebenden Stellen zu einem Koordinierungsgespräch bitten.

"Die Oberfinanzdirektion Münster will einen Architektenwettbewerb ausschreiben", hat der Kreishandwerksmeister Reinhard Esser bereits in Erfahrung gebracht. "Bis 2013 soll der Neubau fertig werden", sagt er.

Auch die Verwaltung soll dann umziehen und das bisherige Gebäude durch Vermietung oder Verkauf verwertet werden. Nötig ist der Umzug schon lange. Die Werkstätten seien zwar bei Ausstattung, Werkzeug und Maschinen auf dem neuesten Stand, aber sie befinden sich im Keller des Gebäudes aus dem Jahr 1972. Es gibt unter anderem Probleme bei der Anlieferung.

Im Neubau werde ein überregional bedeutsames Ausbildungszentrum für den Kfz-Bereich eingerichtet. "Die können dann an Lastwagen und Bussen geschult werden", sagt Esser. Unter dieser Prämisse konnte das Land NRW vier Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union locker machen. Die anderen sechs Millionen stammen aus Bundesmitteln.

Nach der letzten Steuerschätzung vom 15. Mai hatte man schon befürchtet, dass aus dem Neubau wieder nichts werde. "Die Einnahmen beim Land sind weiter gesunken", sagt der CDU-Landtagsabgeordnete Norbert Post. Er befürchtete einen Verlust weiterer Berufsschulklassen in Mönchengladbach. "Und Betonbauer und Maurer sind auch nach Düsseldorf abgewandert."