Gesamtschule Hardt: Mittelpunkt heimst Preise ein

Gesamtschule Hardt: Mittelpunkt heimst Preise ein

Zeitung der Gesamtschule Hardt wieder prämiert.

Mönchengladbach. „Echt super, schon wieder ein Preis“, das schreibt Lucie am 7. Januar unter den Online-Artikel auf der Internetseite „mittelpunktonline.com“.

Denn die Macher der gedruckten Ausgabe der Schülerzeitung ihrer Schule, der Gesamtschule Hardt, durften jüngst den ersten Platz beim „Abi-Schülerzeitungs-Wettbewerb 2012“ feiern.

Doch es war nicht der erste Preis, den die fast 70 Köpfe umfassende Redaktion in den letzten Jahren einheimsen durfte. Auszeichnungen gab es unter anderem vom Magazin „Der Spiegel“, der Wochenzeitung „Die Zeit“, aber auch vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), der „Mittelpunkt“ als beste crossmediale Schülerzeitung Deutschlands prämierte. Auch Sponsoren für den Druck des Printmediums haben sich gefunden.

Das erscheint einmal im Jahr. „Unser Ziel sind zwei Ausgaben im Jahr“, erklärt Redaktionsleiter Mark Offermann (17) am Rande der wöchentlich stattfindenden Redaktionskonferenz.

Durch die Förderung der Sponsoren sei es nun möglich, ein zweites Heft zu produzieren. Inhalte gibt es genug — auf der Homepage. „Dass wir überhaupt eine eigene Internetseite haben, ist einer unserer Mitarbeiterinnen zu verdanken“, so Offermann. Redaktionsleiter Linus Bahun ruft besagte Redakteurin herbei.

Die 17-jährige Sisell Lucka ist seit der siebten Klasse Mitglied der Redaktion. Die Idee zum eigenen Internetauftritt hatte sie vor drei Jahren. Ein Youtube-, ein Facebook- und ein eigener Twitterkanal kamen hinzu. Erst am vergangenen Wochenende hat Kollegin Laura vom „Potpourri Festival“ getwittert. Die erste Live-Berichterstattung der Schülerin. Dafür gibt es in der Redaktionskonferenz am Montag darauf Applaus von den anwesenden Redakteuren.

Schnell wird noch besprochen, was mit dem Videomaterial geschehen soll. Immerhin hat Kameramann Claudio Colonna (19) mehrere Stunden lang gefilmt. Dann stellen Oona Mitchell (15) und Linda Baron (14) eine Idee für die nächste Ausgabe vor. Die soll zweisprachig erscheinen. Um das Heft zu bewerben, wollen die beiden Mädchen Aufnahmen von Mitschülern machen.

Deren Köpfe sollen dann mit dem so genannten Morphing-Effekt ineinander überblendet werden. „Wir wollen zeigen, wie vielfältig unsere Schule ist“, begründen die Mädchen ihre Idee. Auf die Produktion des bilingualen Heftes freuen sie sich bereits. Denn trotz Homepage, Twitterkanal und Facebookseite bleibt es das Herzstück der Schülerzeitung. Die 2,50 Euro für das Heft scheuen die Schüler nicht.

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