Gastronomie mit System lernen

Gastronomie mit System lernen

In einer Serie stellt die WZ Ausbildungsberufe vor, die es noch nicht so lange gibt. Zur Fachkraft für Systemgastronomie bildet Vita-Purino aus.

Mönchengladbach. Das Wort Systemgastronomie bringt es alleine schon mit sich. Hier wird nach einem klar vorgegebenen System gearbeitet.

Franchise-Unternehmen wie Subway oder Mc Donald’s gehören zu den Systemgastronomen, aber auch das Gastronomieunternehmen Vita-Purino in Mönchengladbach zeichnet sich dadurchaus. Seit fünf Jahren wird hier auch in diesem Bereich ausgebildet: zur Fachkraft für Systemgastronomie.

"Die Ausbildung unterscheidet sich gewaltig von der zur Restaurantfachkraft", sagt Inhaber und Ausbilder Frank Klix. Besteht die Ausbildung zur Restaurantfachkraft zu gut 70 Prozent aus Praxis und einem kleinen Teil Theorie, ist es bei der Fachkraft für Systemgastronomie eher umgekehrt. Bei rund 60 Prozent geht es um kaufmännisches und wirtschaftliches Wissen, bei 40 Prozent geht es um die Praxis.

Daher sei eine fertig ausgebildete Systemgastronomie-Fachkraft auch flexibel im späteren Beruf. Durch kaufmännisches und gastronomisches Wissen gebe es nach der Ausbildung einen idealen Einstieg ins Restaurant-Management.

Ob sich nun jemand für die spätere kaufmännische Schiene oder den Servicebereich entscheidet, zunächst einmal steht eine Ausbildung über drei Jahre an. Diese kann allerdings bei entsprechenden Leistungen auf zwei Jahre verkürzt werden. Eine gute mittlere Reife ist Voraussetzung für die Ausbildung.

Im ersten Ausbildungsjahr liegt der Schwerpunkt auf Produktpräsentation, Herstellung und Verkauf sowie Gästekontakt und Sicherstellen der Qualitätsstandards. Im zweiten Ausbildungsjahr stehen Warenwirtschaftssystem, administrative Aufgaben, Inventuren und betriebswirtschaftliche Grundlagen im Mittelpunkt.

Im dritten Lehrjahr geht es um Planen des Personaleinsatzes, Bearbeiten von Personalvorgängen, Kostenkontrolle, Einführung ins Marketing, Organisation von Arbeitsabläufen und die Auswertung betrieblicher Kennzahlen.

"Unsere Azubis müssen kommunikativ sein, ein grundmathematisches Denken und Wissen mitbringen, am Computer fit sein und Organisationstalent aufweisen", sagt Klix. Dafür gebe es eine Ausbildung mit ausgezeichneter beruflicher Perspektive. Denn die Branche boome.