Ein Krankenhaus zieht um

Die Verlegung der Klinik Maria Hilf an den neuen Standort am Franziskushaus ist ein echter Kraftakt.

Es ist der wohl spektakulärste Umzug in dieser Stadt in diesem Jahr. Heute zieht das Krankenhaus Maria Hilf von seinem Standort an der Sandradstraße zum Standort am Franziskushaus um. 135 Lkw-Ladungen transportieren 6000 Kubikmeter Material. 200 Mitarbeiter der Klinik, 200 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und 80 Mitarbeiter des Umzugsunternehmens sind daran beteiligt.

Die Transporte, mit denen die Patienten vom Maria-Hilf-Gebäude an der Sandradstraße zu den neuen Gebäuden an der Viersener Straße 450 gebracht werden, beginnt um 7.30 Uhr. Sie sollen bis 13 Uhr abgeschlossen sein. Dafür stehen 32 Rettungs- und Krankenwagen, vier Intensiv-Rettungswagen und ein NEW-Bus (für die gehfähigen Patienten) zur Verfügung. Parallel dazu pendeln 18 Lkw zwischen den Gebäuden Maria Hilf und St. Franziskus. Der zeitliche Rahmen ist hier zwischen 8 und 17 Uhr. Läuft alles reibungslos und nach Plan, wird die Sperrung der Viersener Straße aber schon um 14 Uhr, eventuell sogar früher, aufgehoben.

Um die Patientenversorgung stets zu gewährleisten, ist ein OP voll funktionsfähig, bis der letzte Patient das Gebäude verlassen hat. Die Zentrale Notaufnahme am Maria Hilf Sandradstraße schließt am Samstag um 8 Uhr, gleichzeitig öffnet die Zentrale Notaufnahme am Krankenhaus St. Franziskus an der Viersener Straße 450. Es gibt keine Überschneidungen, sondern einen klaren Wechsel.

Der Umzug des Krankenhauses Maria Hilf erfolgt im Rahmen einer Evakuierungsübung. Die Berufsfeuerwehr ist deshalb mit rund 200 Einsatzkräften vor Ort, damit die Patiententransporte reibungslos funktionieren.

Da es sich um eine Evakuierungsübung handelt, wird eine Einsatzleitung gebildet. Unter Leitung von Professor Michael Behne, dem Chefarzt der Anästhesie, sind Mitarbeiter aus Medizin und Pflege, Technik, EDV, Logistik und Geschäftsführung dabei. Auch ein Feuerwehrmann und ein Mitarbeiter des Umzugsunternehmens gehören dazu.

Am Umzugstag wird empfohlen, auf Besuche zu verzichten. Es stehen kaum Besucherparkplätze zur Verfügung.

Das ist bis zum Tag vor dem Umzug unklar, denn das Krankenhaus ist in vollem Betrieb. Wenn das Maria Hilf voll belegt ist, wären 239 Patienten betroffen.

Am 26. Mai wird die Viersener Straße zwischen der Sandradstraße und dem Schürenweg ab 7 Uhr für den Verkehr gesperrt. Ebenfalls von der Sperrung betroffen sind die Nebenstraßen in diesem Abschnitt, die Richtung Viersener Straße führen: also Parkstraße, Sandradstraße, Lindenstraße, Hagelkreuzstraße, Franziskanerstraße, Rubensstraße, Zum Bunten Garten. Auch der Zubringer von der Hohenzollernstraße und ein Teil der Barbarossastraße sind betroffen. Da es nach der Kreuzung Schürenweg keine Ampelkreuzungen und auch keine vorfahrtsberechtigten Straßen mehr gibt, ist dieser Teil der Viersener Straße bis zum Krankenhaus St. Franziskus nicht gesperrt.

An den Absperrungen werden Verkehrshelfer und Mitarbeiter der Kliniken Maria Hilf eingesetzt, die Auskünfte geben können.

Es werden an der Staufenstraße und an der Sandradstraße Halteverbotsschilder aufgestellt, die bis zum 27. Mai gelten. Sie betreffen die Zufahrten zum Maria-Hilf-Gelände.

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