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Digitales und Neubaten - Das sind die Pläne für die Schulen in Mönchengladbach

Glasfaseranbindung und Neubauten : Gladbach bekommt Fördergeld für die Schul-Digitalisierung

15 Millionen Euro stammen aus dem Digitalpakt NRW. Außerdem sind Umbauten geplant.

. Es tut sich was an Mönchengladbachs Schulen: Bund und Land haben den Geldhahn aufgedreht. Schulen und Unterricht sollen schnell digital werden. Die Stadt ist vorbereitet, der Medienentwicklungsplan aus dem vergangenen Jahr musste nur ein wenig angepasst werden. Aber nicht nur digitale Projekte, auch ganz analoge Bauten werden in Angriff genommen.

Digitalisierung

Der Medienentwicklungsplan, der den Rahmen für die Digitalisierung der 68 Mönchengladbacher Schulen beschreibt, verursacht Kosten in Höhe von mehr als 17 Millionen Euro. Die Stadt erhält aus dem Digitalpakt NRW Fördermittel in Höhe mehr als 15 Millionen Euro und muss nur einen Eigenanteil von zehn Prozent, rund 1,6 Millionen Euro aufbringen. „Beim Eigenanteil der Stadt werden auch schon begonnene Maßnahmen eingerechnet“, freut sich Schuldezernent Gert Fischer. Aber er warnt: „Die Digitalisierung ist nicht mehr haushaltsneutral, wenn die Fördermittel in fünf Jahren ausgegeben sind. Für Ersatzbeschaffung und Folgekosten sind jährlich zwei Millionen Euro nötig.“ Auch die Personalkosten müssen im Auge behalten werden. Für den sogenannten 2nd-Level-Support, die Unterstützung der Schulen durch IT-Fachleute, werden mindestens zwölf Stellen benötigt. „Es wird nicht einfach werden, diese Stellen zu besetzen“, sagt Fischer. „In einem umkämpften Markt zahlt die Stadt relativ schlecht.“ Damit die Gelder fließen, muss der Rat nun den Medienentwicklungsplan beschließen.

Glasfaser

Alle städtischen Schulen sollen an das glasfaserkabel-gebundene VitusNet angeschlossen werden. Bei 37 Schulen liegt das Kabel bereits, bei 27 ist die Verlegung beauftragt. Für die restlichen 22 Schulen hat die Stadt nun Fördermittel beantragt. Die benötigten 2,5 Millionen Euro werden komplett vom Land übernommen.

Bauen

Für die Erweiterung der Geschwister-Scholl-Realschule ist ein Neubau geplant. Die Zügigkeit der Schule kann damit von zwei auf drei erhöht werden. Auch an der Gesamtschule Rheydt-Mülfort sind neue Räume nötig. Die Gesamtschule soll in Zukunft pro Jahrgang zwei Klassen mehr in der Sekundarstufe I aufnehmen, in der Oberstufe soll die Zügigkeit von zwei auf drei erhöht werden. Ein Neubau soll für mehr als acht Millionen Euro auf dem Schulgelände errichtet werden. Bis zur Realisierung des Neubaus sollen die Gesamtschüler in Räumen des Berufskollegs Rheydt-Mülfort für Wirtschaft und Verwaltung untergebracht werden. Klassen des Berufskollegs werden in das noch herzurichtende Schulgebäude an der Wilhelm-Strauß-Straße ausgelagert.