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Dies könnte die heißeste Hochzeit in Gladbach werden

Dies könnte die heißeste Hochzeit in Gladbach werden

Bei fast 40 Grad Celsius werden sich Nadja Ammari und Maik Stockfisch morgen vor dem Altar das Ja-Wort geben.

Anzug und Krawatte? Ein Gläschen Sekt? Oder ein dickes Stück Torte? Alles nicht gerade das, was man sich bei knapp 40 Grad so wünscht. Für Nadja Ammari, ihren Freund Maik Stockfisch und 140 Freunde und Verwandte wird es morgen jedoch genau das geben. Denn das Paar heiratet ausgerechnet morgen, am wahrscheinlich heißesten Tag des Jahres.

„Wir haben schon Wochen vorher immer wieder besorgt in den Wetterbericht geschaut, ob es regnen wird. Jetzt haben wir genau das Gegenteil“, sagt Nadja Ammari. Doch das Paar sieht es gelassen. „Wir denken beide immer positiv und freuen uns einfach, dass die Sonne scheint“, so die Braut. Eine Herausforderung, das sei die Hitze aber schon. Seitdem sie wissen, dass sie in Gladbach mit wüstenähnlichen Zuständen rechnen müssen, haben die Ammaris, ihre Eltern und die Trauzeugen Natascha Stephan, Nils Baudiß und Philipp Kaufmann Vorkehrungen getroffen.

Die Trauung findet während der Mittagshitze in der wohl recht kühlen Münsterkirche statt. Danach sollte es eigentlich einen klassischen Sektempfang geben. „Angesichts der Temperaturen haben wir allerdings vorsichtshalber die Zahl der Wasserflaschen verdoppelt. Und es werden Sonnenschirme auf dem Vorplatz aufgestellt“, sagt Nadja Ammari. Außerdem hat das Brautpaar einen Eiswagen bestellt.

Rund 300 Gäste erwarten die beiden für die Trauung. Denn: Nadja Ammari ist Fachleiterin an der städtischen Musikschule und hat sich eine Trauung mit ganz viel Live-Musik gewünscht.

Gefeiert wird nachher mit 140 Gästen im „Purino“ im Hardter Wald. Eigentlich ein optimaler Ort bei Hitze, denn dank der dichten Baumkrone ist es dort schön schattig. Doch bei fast 40 Grad hilft wohl auch das nicht mehr. „Wir haben kalte Erfrischungstücher aus der Apotheke, Fächer und für die kleinen Gäste bauen wir Planschbecken auf“, verrät die Braut. Auch das Essen haben die Ammaris an das Wetter anpassen lassen. „Es gibt viel Obst, Salat und leichte Kost.“ Und die Kleidung? Viel kann Nadja Ammari natürlich noch nicht über ihr Hochzeitskleid verraten. Aber: „Es ist klassisch — und deshalb wird es für mich auch ganz schön warm.“ Der Bräutigam wird wohl früher als geplant, sein Sakko ausziehen — die männlichen Gäste werden ihm dankbar sein. Später wird natürlich auch getanzt. Und damit das überhaupt geht, wurden auf der Tanzfläche extra Ventilatoren aufgestellt.

Nach der Hochzeit geht es für die Ammaris in die Flitterwochen. Wohin? Das steht noch nicht genau fest. „Aber auf jeden Fall irgendwo hin, wo es schön warm ist“, sagt Nadja Ammari.