Die Stadtentwicklungsgesellschaft ein Personalkostenfresser?

Die Stadtentwicklungsgesellschaft ein Personalkostenfresser?

Die FWG will die Stadtentwicklungsgesellschaft auflösen.

Mönchengladbach. Wenn auch recht drastisch im Ausdruck - der Sprecher der Freien Wählergemeinschaft (FWG), Erich Oberem, hat den Ampel-Koalitionären angesichts der schlimmen Finanzlage der Stadt (die WZ berichtete) erste Spartipps mit auf den Weg gegeben. So werde es allerhöchste Zeit, den "Personalkostenfresser" Stadtentwicklungsgesellschaft (EWMG) aufzulösen. "Sie sparen so eine Million Euro im Jahr", sagt Oberem. Dass, was die EWMG-Leute für teures Geld machten, nämlich Grundstücke zu makeln, dass könnten auch städtische Leute tun. Und das gleich billiger.

Nun hat die "alte Regierung" aus CDU/FDP beschlossen, EWMG, städtische Wirtschaftsförderungs GmbH (WFMG) und Stadt-Marketing-Gesellschaft (MGMG) zu verschmelzen. Zum Jahresbeginn 2010.

Jetzt gibt es die politische Ampel aus Rot, Gelb, Grün, und sie lässt von OB Norbert Bude (SPD) prüfen, was hier getan werden soll. Bude will den Bericht Anfang 2010 vorlegen. Sicher ist wohl, dass die Ampel den Fusionsbeschluss kippen wird. Denkbar auch, dass nur EWMG und WFMG zusammengehen. Oberems Sparvorschlag geht ins Leere, wenngleich auch die SPD die EWMG stets als überflüssig bezeichnet hat.

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