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Die Lücke im Herzen von Hardt verschwindet

Die Lücke im Herzen von Hardt verschwindet

Am Hardter Marktplatz entsteht ein neues Einkaufszentrum. Die Marktgalerie genannte Anlage soll im März 2011 fertig sein.

Mönchengladbach. Seit fünf Jahren klaffte eine Lücke am Hardter Markt. Nach dem Brand, der 2005 ausgebrochen war, wurden die traditionsreiche Gaststätte Haus Pauen und der angrenzende große Saal nicht mehr genutzt. Jetzt soll die Lücke mit der Hardter Marktgalerie geschlossen werden.

700 Quadratmeter Gewerbefläche und 16 Wohnungen sollen hier im Herzen des Stadtteils entstehen. Am Freitag ist der Grundstein gelegt worden. Die neue Galerie orientiert sich optisch an den vorhandenen Gebäuden, wird aber moderner gestaltet. Eine großzügige Arkade vor dem Neubau wird Schutz bieten, im Erdgeschoss sollen sich Geschäfte und Gastronomie ansiedeln.

Investor Peter Schotes, Geschäftsführer des Bauträgers, ist sich sicher, Geschäftsleute zu finden. "Einige der ortsansässigen Geschäftsinhaber werden sich sicherlich in diese Richtung orientieren, und eine Stärkung des Zentrums um den Marktplatz kann nur wünschenswert sein", sagt er. Außerdem werden 16 Eigentumswohnungen entstehen. Zielgruppe sind die älteren Menschen, die zentral wohnen möchten. Deshalb ist auch die Caritas mit in den Neubau eingebunden. Sie wird ein kostenpflichtiges Dienstleistungspaket für Senioren anbieten - von Haushaltshilfen über Mahlzeiten bis hin zu Betreuungs- und Pflegeangeboten.

"Wohnen mit Service" nennt das die Caritas-Verantwortliche Petra Bruckmann. Durch die Bebauung soll der Marktplatz neu belebt werden. Darauf hofft auch Architekt Günter Helten. Allerdings appellieren sowohl er als auch Investor Peter Schotes an die Stadt, die Chance zur Überplanung des Hardter Marktes zu nutzen. "Es ist eine gut zu gestaltende Fläche, der aber die dritte Dimension fehlt", sagt der Architekt.

Viel Hoffnung gibt es aber wohl nicht, dass die hochverschuldete Stadt dazu in der Lage ist. Der Planer sei krank und die Finanzierung ungesichert, habe man ihn wissen lassen, berichtet Peter Schotes. Doch schon die Tatsache, dass jetzt endlich gebaut wird, empfindet die ehemalige Hardter Bezirksvorsteherin Manuela Luhnen (CDU) als Bereicherung. "Die Hardter lieben ihren Markt", sagt sie. "Er kann auch zum Sammelpunkt für die Radfahrer werden, die von Schwalmtal oder Viersen aus zu Touren starten."

Die Bauarbeiten haben nun begonnen, die Baugrube ist schon fertig. Fertigstellung soll im März kommenden Jahres sein.