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Der lange Weg zur Sanierung der Hindenburgstraße

Der lange Weg zur Sanierung der Hindenburgstraße

Endlich haben die Bauarbeiten am Belag begonnen.

Baustelle? Hindenburgstraße? Damit können die Gladbacher so einiges verbinden. Hintergrund ist die jahrelange Posse um den Belag auf der Einkaufsmeile, die seit dieser Woche auf die Zielgerade einbiegen könnte. Seit Montag und voraussichtlich bis 11. August werden die Betonsteine der Bus-Fahrbahn durch Asphalt ersetzt, zunächst zwischen Bismarckstraße und Sonnenhausplatz. Das untere Teilstück bis zum Europaplatz soll ebenfalls angepackt werden, da die Schäden so gravierend seien, „dass eine punktuelle Reparatur nicht mehr zu vertreten und eine umfassende Sanierung nötig ist“, wie die Stadt mitteilt. Der Umbau kostet 250 000 Euro.

Das obere Teilstück bis Alter Markt ist ebenfalls sanierungsbedürftig, soll aber erst nach der Neugestaltung des Sonnenhausplatzes erfolgen, sagt Stadtsprecher Dirk Rütten. Ein Rückblick auf die vielen Akte des Pflaster-Desaster-Theaters:

2001 Vor der Kombination aus Steigung, Natursteinpflaster und Busverkehr warnten Experten bereits, bevor die Straße ab September für zehn Millionen Euro umgebaut wurde. Erste Risse zeigten sich am Alten Markt nach kurzer Zeit, in den Monaten und Jahren danach auch vor C & A, Kaufhof und anderswo.

2004 Im November war klar: Am Alten Markt muss das Pflaster komplett, vor C & A zumindest teilweise ausgetauscht werden. Es folgten Prozesse zwischen Stadt, damaliger NVV und beteiligten Baufirmen. Ein Gutachter zeigte auf: Der Bodenbelag ist ungeeignet.

2008 wurden die letzten Schäden beseitigt — 2009 gab es bereits neue.

2010 klafften in Höhe der Friedrichstraße Risse, zudem sackte vor Kaufhof der Unterboden ab — nur zwei Beispiele von vielen.

2014 Im Herbst wurde bekannt: Auch beim Pflaster-Austausch vor C & A zehn Jahre zuvor war gepfuscht worden, es wurde gefährliches Schlackengranulat aus der Bleierzeugung eingebaut.

2015 Im Januar erklärt der damalige Baudezernent Andreas Wurff, dass es mit dem „historischen Missverständnis“ des Pflasterbelages im Sommer ein Ende haben soll.