Blutiges Ende einer Party: 59-Jähriger auf Intensivstation

Blutiges Ende einer Party: 59-Jähriger auf Intensivstation

Rheindahlen: Eine 20-Jährige wollte den Freund ihrer Mutter offenbar töten. Sie sitzt in Untersuchungshaft.

Mönchengladbach. Es müssen große Mengen Alkohol gewesen sein, die ein 59-Jähriger, seine Bekannte (46) und deren Tochter (20) am Freitagabend in der Wohnung des Rheindahleners an der Hardter Straße getrunken haben. Das Ende dieses Zechgelages: Der 59-Jährige liegt seit Samstagmorgen mit schweren Schnitt- und schwersten Schädelverletzungen in den Krefelder Kliniken. Die 20-Jährige befindet sich seit Sonntag in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft spricht von versuchtem Totschlag. Die junge Frau sei zwar schmächtig, aber sehr brutal vorgegangen.

Die 20-Jährige konnte - alkoholbedingt - erst am frühen Samstagabend von Mitgliedern der Polizei-Mordkommission befragt werden.

Laut Polizei habe sich das Trio in der Wohnung des allein lebenden Mannes zur "Sauf-Party" getroffen. Der 59-Jährige soll ein "lockeres Verhältnis" mit der Mutter haben. Um 22 Uhr am Freitag habe die Jugendliche die Runde verlassen, sei zu ihrem Freund gegangen. Dort habe man ebenfalls Alkohol getrunken. Die Mutter blieb.

Die junge Frau übernachtete bei dem Freund und kehrte ganz früh am Samstag an die Hardter Straße zurück. Hier gab es einen heftigen Streit, angeblich, weil der 59-Jährige die 20-Jährige beleidigte. Mit einem gusseisernen, scharfkantigen Blumenständer und einem schweren hölzernen Transportbrett für Blumen schlug sie laut Polizei auf den Mann ein.

Danach trank sie eine Flasche Bier und verließ die Wohnung und das in einer Blutlache liegende Opfer. Das wurde von der Mutter gegen acht Uhr entdeckt. "Die Frau hat uns schreiend über das Verbrechen informiert", sagt ein Feuerwehrsprecher.

Bis Samstagabend schwebte der 59-Jährige in akuter Lebensgefahr. Nach einer Erstbehandlung im Neuwerker Krankenhaus wurde er in die Neurochirurgie verlegt und dort in ein künstliches Koma versetzt. Sein Zustand sei mittlerweile stabil.

Schon nach kurzer Zeit wurde die mutmaßliche Täterin festgenommen. Sie soll die Tat eher teilnahmslos zugegeben haben, heißt es bei den Ermittlern.

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