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Baufälliges Haus: Stadt verliert die Geduld

Baufälliges Haus: Stadt verliert die Geduld

Weil der Eigentümer nicht reagierte, beauftragt die Kommune Firmen.

Mönchengladbach. Weil der Hauseigentümer nicht reagierte, nimmt die Stadt das Ganze jetzt selbst in die Hand. Und wird ihm die Reparatur-Summen in Rechnung stellen. Das sagt Stadtsprecher Walter Schröders.

Seit dem 11. April ist, wie die WZ berichtete, die Taunusstraße zwischen Wickrather Straße und Kuhlenweg gesperrt. Mitarbeiter der Bauaufsicht/Bauordnung der Stadtverwaltung hatten nach Hinweisen von Nachbarn schwere Mängel an dem leerstehenden, dreieinhalbgeschossigen Privathaus entdeckt.

So sind tiefe Risse in der Fassade erkennbar, und das Gebäude droht einzustürzen, weil offenbar Zwischendecken teilweise entfernt wurden. Laut Stadt wurde im Gebäude ohne Genehmigung gearbeitet.

Das Haus soll dem türkisch-stämmigen Betreiber der Gaststätte „Haus Bresges“ an der Rheydter Schlossstraße gehören. Der hat laut Schröders nach der Anweisung der Stadt nichts getan, die Gebäude-Standsicherung herzustellen.

Nach Ablauf einer Frist schickte ihm die Stadt am Freitag vor Pfingsten einen Brief. Darin ist von einer Ersatzvornahme die Rede. Das heißt, dass die Stadt „möglicherweise noch in dieser Woche“ (Schröders) einen Statiker und einen Bauunternehmer beauftragen will, der sowohl das Haus untersucht als auch die Standfestigkeit des Gebäudes herstellen soll. Diese Kosten werden dem Eigner in Rechnung gestellt. Wenn er denn zahlen kann.

Autobesitzer in der Nachbarschaft sind verärgert, weil sich wochenlang nichts getan hat und sie wie andere Umwege fahren müssen. Die Sperrung ist nicht ausgeschildert. Eine Frau hielt der Stadt am Dienstag vor, sie tue nichts in Sachen Taunusstraße und verschließe die Augen. Schröders weist das zurück. Man habe sich vorschriftsmäßig verhalten und werde dafür sorgen, dass das Gebäude repariert wird. Mit der Folge, dass die Sperrung „bald“ aufgehoben werde. „Bald“ — das kann mehrere Wochen heißen.