Möglicher Tornado verwüstet Straßen in Hilden - Hülsenstraße gesperrt

Unwetter : Möglicher Tornado verwüstet Straßen in Hilden - Hülsenstraße gesperrt

Nach einer langen Hitzeperiode hat sich nun ein Gewitter über NRW entladen. Die Aufräumarbeiten nach dem möglichen Tornado in Hilden dauern an. Die Hülsenstraße/Am Schönenkamp in Hilden bleibt gesperrt.

Update vom 27. Juli 2019, 14.00 Uhr

Bei dem Gewittern am Freitagabend wurde Bäume entwurzelt, Häuser abgedeckt. Im Hildener Westen rissen darüber hinaus mehrere Freileitungen der Deutschen Bahn ab. Dort drohten Leitungsmasten umzuknicken.

Die Hülsenstraße/Am Schönenkamp in Hilden zwischen Düsseldorf-Hassels und Hilden „bis mindestens Samstagabend bis 22.00 Uhr gesperrt, eher darüber hinaus“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bundesbahn unserer Zeitung. Einschränkungen im Bahnverkehr gebe es dadurch aber nicht.

Mit großen Kränen werden die stromführenden Leitungsmasten auf ihre Statik hin überprüft. Bei dem Unwetter am Freitagabend wurden die Masten stark demoliert.

Betroffen von der Straßensperrung ist auch die Buslinie 785. Die Linie fährt eine Umleitung ab "Dirschauer Weg" über "D-Benrath(S)" bis "Fritz-Gressard-Platz".

Am Samstag zog die Feuerwehr Bilanz. Über 60 Mal seien die Einsatzkräfte wegen Sturmschäden ausgerückt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Verletzt wurde niemand. Häufig gemeldet wurden demnach umgestürzte oder entwurzelte Bäume und abgedeckte Hausdächer. Auch falsch ausgelöste Brandmeldeanlagen sorgten für Einsätze. Wie die Stadt Hilden mitteilte, könnten Blitzeinschläge die Ursache für solche Fehlalarme sein.

Ursprüngliche Meldung vom 26. Juli

In Deutschland fiel zuletzt ein Hitzerekord nach dem Anderen. Zuletzt meldete der Deutsche Wetterdienst DWD Spitzenwerte von 42,6 Grad aus Lingen. Am Freitag (26.07.) ist das Wetter in NRW nun umgesprungen und hat sich in einem Hitzegewitter entladen.

Besonders heftig hat es offenbar Hilden getroffen. Am Abend könnte sich hier nach Einschätzung der Einsatzkräfte ein Tornado/Windhose oder ein sogenannter Downburst (heftige Fallbö) gebildet haben. In einem kleineren Radius seien Bäume umgekippt und Schilder aus der Verankerung gerissen worden. Das Bild der Verwüstung reiche bis zum Unterbachersee. Zudem sei eine Hochspannungsleitungen und ein Strommast der Deutschen Bahn erheblich beschädigt worden. Die Leitungsmasten drohten umzuknicken. Die Feuerwehr war mit 65 Einsatzkräften vor Ort.

(mars/dpa/red)
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