Wirtschaft Metall- und Elektrobranche in NRW: IG Metall weitet Warnstreiks aus

Düsseldorf · Nach ersten Streiks am Wochenende weitet die IG Metall NRW die Warnstreiks aus, um mehr Druck auf die Arbeitgeber auszuüben. Größte Aktion bei Ford geplant.

 Die IG Metall NRW kündigt weitere Warnstreiks im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie an. (Symbolbild)

Die IG Metall NRW kündigt weitere Warnstreiks im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie an. (Symbolbild)

Foto: dpa/Swen Pförtner

Mit einer Ausweitung von Warnstreiks will die IG Metall NRW im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Am Donnerstag würden sich Beschäftigte aus 131 Betrieben an Warnstreiks beteiligen, kündigte die Gewerkschaft am Mittwoch in Düsseldorf an. Die größte Aktion soll bei Ford in Köln stattfinden.

Am Mittwoch beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben mehr als 6000 Beschäftigte aus rund 60 Betrieben an Warnstreiks. Bei der größten Kundgebung in Paderborn seien 500 Beschäftigte aus sieben Betrieben gezählt worden. Bei einer Kundgebung in Dortmund sagte der Bezirksleiter der IG Metall NRW und Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Knut Giesler: „Die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung einer Rezession ist die Stärkung der Kaufkraft.“ Die Menschen bräuchten Sicherheit, dass ihr Einkommen nicht von den steigenden Preisen aufgefressen werde. „Diese Sicherheit müssen die Arbeitgeber mit einer ordentlichen prozentualen Entgelterhöhung bieten.“

Die Arbeitgeber hatten in den bisher regional geführten Verhandlungen jeweils Einmalzahlungen von 3000 Euro und zudem bei einer Laufzeit von 30 Monaten eine nicht bezifferte Erhöhung der Lohntabellen angeboten. Die Gewerkschaft verlangt hingegen für einen Zeitraum von zwölf Monaten dauerhaft acht Prozent mehr Geld für die bundesweit rund 3,9 Millionen Beschäftigten. In NRW sind in der Branche rund 700 000 Menschen beschäftigt. Die vierte Verhandlungsrunde in NRW ist für den 10. November geplant. In Bayern und Baden-Württemberg wird bereits am 8. November zum vierten Mal verhandelt.

(dpa)