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Mehr Öffnungen im Corona-Lockdown: Das sind die Modellregionen in NRW

Corona-Lockdown : Mehr Öffnungen: Das sind die Modellregionen in NRW

Die Landesregierung in NRW hat die Modellregionen im Land festgelegt, in denen jetzt mehr Öffnung möglich werden soll. Mehr Informationen zu den einzelnen Konzepten.

In zwei Staffeln sollen zuerst sechs Regionen und dann acht weitere an den Start gehen: Ab dem 19. April starten

  • Ahaus: Die Stadt plant Öffnungen z.B. im Einzelhandel oder der Außengastronomie in abgrenzbaren Bereichen der Innenstadt und setzt hier auf digitale Einlasskontrollen. 
  • Coesfeld und Warendorf: Der Kreis Coesfeld konzipiert Projekte in den Lebensbereichen Sport, Kultur und Außengastronomie, der Kreis Warendorf unter anderem in Einzelhandel, sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen. Die wissenschaftliche Begleitung führt ein Team aus Medizinern und IT-Experten.
  • Münster: Geplant sind digitale, pandemiesichere Konzepte für Zuschauerveranstaltungen in Sport und Kultur. Außerdem soll ein „Digitaler Biergarten“ entstehen. 
  • Mönchengladbach: Krefeld und Mönchengladbach haben sich im Projekt ControlCovid@KR.MG zusammengeschlossen. Mönchengladbach plant einen Theater-Testbetrieb und ein Sport- Modellprojekt.
  • Kreis und Stadt Paderborn: Geplant sind Pilotprojekte im Leistungs- und Amateursport: Beteiligt sind die örtlichen Bäderbetriebe und ein Fitnesscenter. 
  • Kreis Soest mit Soest und Lippstadt: Soest will die Außengastronomie im Stadtkern öffnen, der Kreis entwickelt einen Online-Zugang zu den Testzentren und ihren Buchungsplattformen sowie ein einheitliches digitales Test-Zertifikat.
  • Ab dem 26. April starten dann
  • der Kreis Düren: Touristische und kulturelle Projekte stehen im Mittelpunkt des digitalen Modellprojekts. Angestrebt sind unter anderem die Öffnung eines Feriendorfs sowie eines Filmtheaters.
  • Essen: Die Stadt plant zwei Projekte: Öffnung eines Fitnessstudios und die pandemiesichere Durchführung von fünf Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Gastronomie. 
  • Hamm: Die Stadt plant unter anderem Vorhaben in den Bereichen des Einzelhandels und der Kultur in klar abgrenzbaren Räumen. 
  • Köln: Die einwohnerreichste Stadt in NRW plant Modellprojekte unter anderem in einer Ladenstraße, einer Eventlocation, einer Kultureinrichtung und einer Sportstätte.
  • Krefeld:Mit Partnern aus Kultur und Sport sollen risikominimierende Sport- und interkommunal koordinierte Theater-Testbetriebe erprobt werden. Der Sport-Fokus liegt in den Bereichen Eishockey und Schwimmen.
  • Lennestadt: Die Stadt will mit dem Elspe Festival eine Open-Air-Veranstaltung pandemiesicher durchführen. 
  • Siegen: Die Universitätsstadt Siegen betreibt fünf öffentliche Bäder und möchte diese für Vereinssport und Freizeit modellhaft öffnen. Das Forschungskolleg der Universität Siegen ist mit der wissenschaftlichen Begleitung beauftragt.
  • Hochsauerlandkreis mit Schmallenberg und Winterberg: Schmallenberg und Winterberg planen Modellprojekte im Bereich Tourismus und Outdoor-Aktivitäten. Getestet werden Konzepte des kontaktarmen Urlaubs in Ferienwohnungen, Hotels und auf Campingplätzen sowie Kultur- und Sportangebote.

Trotz der kurzen Frist habe es viele Bewerbungen gegeben, sagte Pinkwart. Es habe 46 Einreichungen gegeben, davon 21 Kreise und 25 Städte. Die 7-Tage-Inzidenz müsse in den Regionen jeweils unter 100 liegen. Konsequente Nachverfolgung und Isolierung von Infektionen, umfassende Testungen, Impfungen und Digitalisierung seien die vier Helfer in der Corona Pandemie, sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart am Freitagmorgen.

Man habe zwar im vergangenen Jahr viel gelernt, die Helfer funktionieren aber noch nicht ausreichend. „Deswegen ist es so wichtig, dass wir mit Hochdruck weiter daran arbeiten, um alle vier Helfer weiterzuentwickeln. „Der Bund wird hier nicht liefern“, sagte Pinkwart. Die Länder testen deswegen jetzt diese digitalen Modellprojekte.

Das Land trage die Kosten für die wissenschaftliche Begleitung des Robert Koch Instituts. Auch ein Testnachverfolgungssystem solle entwickelt werden und landesweit verteilt werden. „Wir bereiten die Projekte jetzt gut vor. Wir werden in der kommenden Woche mit den jeweiligen Kommunen besprechen, wie alles ablaufen soll“, sagte Pinkwart.

Man reagiere damit auf die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz vom 8. und 22. März, sagte Pinkwart. Es gehe dann in den Modellregionen um vorher festgelegte Projekte aus den Bereichen Kultur, Sport, Freizeit und Gastronomie. Die Projekte würden dringend benötigt, damit man die Pandemie wirkungsvoll bekämpfen könne. Wenn der Wert sieben Tage lang über 100 liege, würden die Projekte laut Pinkwart beendet. Es sei denn, die Kommunen könnten dann erklären, warum die Modellprojekte nicht wesentlich zum Anstieg in den jeweiligen Kommunen beigetragen hätten.