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Meerbusch: Gartencenter planen Adventsausstellungen im Corona-Modus

Adventsausstellungen in Meerbusch : Gartencenter setzen Kundenzähler und Temperaturmesser ein

Gartencenter in Büderich, Osterath und Ilverich setzen bei ihren Adventsausstellungen auf Sicherheit. Kunden können aber auch online kaufen.

Die Frage, wie die Adventszeit trotz Corona stimmungsvoll werden kann, stellen sich die Meerbuscher Bürger bereits seit Anfang November. Die eigenen vier Wände, das Zuhause, sind dabei ihre Favoriten. Diese ganz persönlichen „Inseln“ sollen im Corona-Jahr besonders liebevoll geschmückt werden – vom stimmungsvollen Kerzenlicht bis zum Adventskranz oder -gesteck gehört alles dazu.

Die beliebten Adventsausstellungen und Weihnachtswelten in den Meerbuscher Gartencentern wird es diesmal allerdings nicht in der gewohnt geselligen Form geben. Das Angebot dort ist zwar vielfältig und so individuell wie immer. Aber jegliche Gastronomie mit Glühwein und anderen adventlichen Genüssen ist in Corona-Zeiten tabu. Damit die Kunden trotzdem kommen und sich dabei auch gut fühlen, haben sich die Gartenbaubetriebe einiges einfallen lassen, um ihnen höchstmögliche Sicherheit zu bieten. „Wir haben vieles verändert, um das Gefühl der Sicherheit zu vermitteln“, betont Robert Selders. Der Eingangsbereich von Garten Selders in Büderich wurde beispielsweise um wenige Meter verlegt und führt jetzt in eine mit Adventsschmuck gestaltete Wartezone. Hier steht ein Besucherzählsystem, das zeigt, ob die Kunden-Kapazität bereits ausgeschöpft ist oder nicht: „Es dürfen sich nie mehr als 100 Kunden in dem 800 Quadratmeter großen Glashaus aufhalten.“

Zudem steht am Eingang ein sogenannter Doorman, den eine Firma aus Willich entwickelt hat. Das kleine Gerät misst die Temperatur der Eintretenden. Außerdem achtet das Personal auf das Einhalten der Maskenpflicht. Aber auch im Glashaus als Verkaufsfläche mit der farbenprächtig-glitzernden Präsentation der Adventsdekorationen sollen sich alle Besucher sicher fühlen. „Wir profitieren von rund acht Meter hohen Decken und vom Hybrid-Dach, das regelmäßigen Luftaustausch gewährleistet,“ berichten Annemarie und Robert Selders.

Wer dennoch lieber von zuhause einkaufen möchte, hat ab sofort die Gelegenheit, im Internet einen virtuellen Rundgang zu machen und anschließend den gewünschten Adventschmuck zu bestellen: „Wir liefern auf Meerbuscher Gebiet.“ Die Adventszeit bei Selders wird mit einem Candlelight Tag – statt des traditionellen Candlelight Abends – am Donnerstag, 5. November, 9.30 bis 22 Uhr, eingeleitet. Die Ausstellungen sind für die Wochenenden 14./15. und 20./21. November angesetzt, und zwar ab 9.30 Uhr beziehungsweise 11 Uhr.

Dicke Isoliermatten sollen Kunden vor Kälte von unten schützen

Auch in Bogie’s Pflanzenwelt in Büderich dreht sich nicht nur in der Adventszeit alles um die Sicherheit. „Es wird an der Tür oder am Eingang zu den Räumen gezählt, wie viele Kunden sich auf den unterschiedlich großen Flächen der einzelnen Verkaufsbereiche befinden“, sagt Martin Bogie. Sollte es ein „Stopp“ geben, stehen die Wartenden draußen unter einem Dach auf dicken Isoliermatten, um die Kälte von unten zu mildern. Martin Bogie weiß, welchen Kraftakt seine rund 40 Mitarbeiter seit Monaten bei der Arbeit mit Maske täglich über neun Stunden leisten: „Wir haben uns mit rund 45 000 Euro gestaffelt und steuerfrei bei dem Mitarbeiter-Team bedankt.“ Die Weihnachtswelt bei Bogie hat bereits begonnen. Eine Adventausstellung gibt es am 14. November, den Weihnachtsbaumverkauf am 21. November. „In der Woche vor dem ersten Advent – 23. bis 28. November – sind wir täglich zwölf Stunden für die Kunden da. Das hilft, Warteschlangen und Engpässe zu vermeiden. Außerdem achten wir strikt auf das Einhalten der Sicherheits- und Hygienemaßnahmen.“

Jentjens Grünoase in Osterath hat sich ebenfalls neu aufgestellt. Die traditionelle Adventsausstellung ist zur Dauerausstellung geworden – ohne Adventscafé und Gastronomie: „In den drei Wochen vor dem ersten Advent werden laufend Pflanzschalen, Adventskränze und Gestecke von uns angefertigt“, sagt Anouschka Jentjens. Breite Wege auf der gesamten Verkaufsfläche, Schutzeinrichtungen wie Acrylglasabtrennungen an Kassen und Bedienbereichen und ein verstärktes Intervall-Lüften sollen die Kunden schützen: „Wir haben auch das Kassenpersonal aufgestockt, damit die Aufenthaltszeit der Kunden im Geschäft verkürzt wird.“ Im Pflanzencenter Wantikow in Ilverich sorgt ein umfassendes Hygiene-Konzept für die nötige Sicherheit. Ullrich Wantikow sagt: „Wir bieten Kunden an, sich für den Besuch des bereits eröffneten Weihnachtsmarkts einen persönlichen Termin vorschlagen zu lassen.

Dafür haben wir extra einen Telefondienst eingerichtet. Der Service wird in der kommenden Woche über die Sozialen Medien mitgeteilt.“ Der Geschäftsführer lobt die Disziplin der Kunden und hofft, dass es auch künftig keine Warteschlangen gibt: „Das ist bei der Größe unserer Verkaufsfläche mit 900 Quadratmetern bisher noch nie vorgekommen, und die Termine werden das ohnehin ­entzerren.“