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Maskenpflicht: So lief der erste Tag in NRW

Neue Bestimmungen : Maskenpflicht: So lief der erste Tag in NRW

Seit Montag müssen auch in NRW in Geschäften und öffentlichen Einrichtungen Masken getragen werden. Die Kunden halten sich dran.

Maskenträger wohin man guckt. Das ist das Bild der Düsseldorfer Innenstadt am Montagvormittag. Die Masken kommen in vielen Varianten, Farben und Materialien daher, mit Streifen, Bildchen, aus T-Shirts selbstgenäht oder mit Atemventil aus dem Baumarkt: Sie baumeln an Hälsen und Ohren, an Handtaschen und Ärmeln. Manche Kunden tragen sie noch distanziert in der Hand, andere setzen ihre Alltagsmaske vorsichtshalber gar nicht mehr ab, nachdem sie das Haus verlassen haben. Andere hingegen reißen sie sich gleich nach Verlassen eines Geschäfts von der Nase. Zu ungewohnt oder undurchlässig ist der Stoff im Gesicht. In vielen Geschäftseingängen stehen Männer und vereinzelt Frauen, die darauf achten, dass die Maskenpflicht eingehalten wird, verteilen Einmal-Masken oder Tücher.

Seit diesem Montag gilt in Nordrhein-Westfalen die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften zu tragen. Auch auf Wochenmärkten, in Arztpraxen und Shoppingzentren sind sie vorgeschrieben. Dadurch soll das Infektionsrisiko eingeschränkt werden. Vorerst gelten auch Tücher und Schals als akzeptabler Mund-Nasen-Schutz. In NRW müssen auch Kinder genauso wie im Saarland, Bayern und Baden-Württemberg ab sechs Jahre den Schutz tragen. Im Rest der Republik variieren die Pflichten für Kinder. Während in Berlin alle Kinder von der Pflicht ausgenommen sind, müssen in Hamburg Dreijährige Masken tragen, Sachsen-Anhalt verpflichtet bereits Zweijährige dazu.

Ein festgesetztes Bußgeld gibt es für Menschen, die sich nicht dran halten, in vielen Bundesländern, darunter auch NRW, allerdings nicht. In Bayern hingegen müssen Maskenverweigerer 150 Euro Strafe zahlen.

 Ich sehe aus wie Jessee James von den West Coast Choppers“, sagt John Smith mit einem Bandana vor dem Gesicht. Nur die beschlagene Brillengläser seien problematisch. Der New Yorker findet, dass Deutschland „das sicherste Land ist“, wo man die Corona-Krise überstehen könne.
Ich sehe aus wie Jessee James von den West Coast Choppers“, sagt John Smith mit einem Bandana vor dem Gesicht. Nur die beschlagene Brillengläser seien problematisch. Der New Yorker findet, dass Deutschland „das sicherste Land ist“, wo man die Corona-Krise überstehen könne. Foto: Fatima Krumm
 Christian Werner betreibt einen Merchandise-Shop in der Düsseldorfer Altstadt. „Ich habe mich an die Maske gewöhnt. Und ich kann immer mal rausgehen, um Luft zu schnappen“, sagt der Shop-Inhaber. Seine Kunden beschreibt er beim Tragen der Masken als „vorbildlich“.
Christian Werner betreibt einen Merchandise-Shop in der Düsseldorfer Altstadt. „Ich habe mich an die Maske gewöhnt. Und ich kann immer mal rausgehen, um Luft zu schnappen“, sagt der Shop-Inhaber. Seine Kunden beschreibt er beim Tragen der Masken als „vorbildlich“. Foto: Fatima Krumm
 Als Doorman auf der Königsallee achtet Dleer Esa darauf, dass alle Kunden beim Betreten des Bekleidungsgeschäfts mit einer Maske ausgestattet sind. „Die Kunden halten sich daran, einige ältere haben sich beschwert“, so der Kölner. Er selbst muss den ganzen Tag seinen Mundschutz tragen.
Als Doorman auf der Königsallee achtet Dleer Esa darauf, dass alle Kunden beim Betreten des Bekleidungsgeschäfts mit einer Maske ausgestattet sind. „Die Kunden halten sich daran, einige ältere haben sich beschwert“, so der Kölner. Er selbst muss den ganzen Tag seinen Mundschutz tragen. Foto: Fatima Krumm
 „Es ist ein bisschen schwierig zu atmen durch den dicken Stoff“, meinen die Freundinnen Dalheim und Brück aus Mettmann. „Aber es muss ja sein.“ Sie tragen ihren Mund-Nasen-Schutz nicht nur innerhalb der Geschäfte, sondern auch auf der Straße.
„Es ist ein bisschen schwierig zu atmen durch den dicken Stoff“, meinen die Freundinnen Dalheim und Brück aus Mettmann. „Aber es muss ja sein.“ Sie tragen ihren Mund-Nasen-Schutz nicht nur innerhalb der Geschäfte, sondern auch auf der Straße. Foto: Fatima Krumm
 „Ich empfinde das Tragen schon als unangenehm, da ich generell etwas kurzatmig bin“, sagt die Kundin eines Bekleidungsgeschäfts, die sich sofort nach Verlassen des Ladens die Maske abnimmt. „Außerdem beschlägt dadurch meine Brille.“
„Ich empfinde das Tragen schon als unangenehm, da ich generell etwas kurzatmig bin“, sagt die Kundin eines Bekleidungsgeschäfts, die sich sofort nach Verlassen des Ladens die Maske abnimmt. „Außerdem beschlägt dadurch meine Brille.“ Foto: Fatima Krumm