LKA will 14 Millionen für neue Analysesoftware ausgeben

Verbrecherjagd 2.0 : LKA will 14 Millionen für neue Analysesoftware ausgeben

Das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt (LKA) will eine neue Software einführen, die übergreifend alle Datenbanken der Polizei und auch Social Media-Quellen analysiert.

Die potenziellen Kosten liegen laut den Ausschreibungspapieren bei 14 Millionen Euro.

Die hohe Summe ist laut LKA „ein grober Schätzwert über die gesamte Vertragslaufzeit inklusive Service, Wartung etc.“. Der Millionen-Betrag könne „durch den Vergabewettbewerb noch erheblich abweichen“, so ein Sprecher der Behörde. Über Sinn und Funktionen der Software wollte das LKA wegen des laufenden Ausschreibungsverfahrens keine Angaben machen. Laut den Unterlagen für Bewerber soll das System zur „Datenbankübergreifenden Analyse und Recherche“ (DAR) den „Zugriff und die Analyse“ unterschiedlicher „polizeilicher und nichtpolizeilicher Datenquellen“ gewährleisten.

Im Herbst 2020 soll die Software bereits für die ersten Nutzer anwendbar sein. Die Ermittler haben indes hohe Ansprüche: So heißt es in den Unterlagen unter anderem: „Das DAR soll (...) den aktuellen und zukünftig absehbaren kriminalfachlichen Anforderungen gerecht werden und neue technologische und ermittlungstaktische Möglichkeiten abbilden.“

(dpa)
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