Fußball Vorherrschaft im Frauenfußball

Wer ist die Nummer eins im Frauen-Fußball in der Landeshauptstadt? Die Antwort auf die Frage beschäftigt naturgemäß die dafür in Frage kommenden Mannschaften am meisten. Für Düsseldorf kommen dabei der CfR Links und Tusa 06 in Frage.

 Theresa Bartels spielt für Tusa 06.

Theresa Bartels spielt für Tusa 06.

Foto: RP/HORSTMUELLER GmbH

Beide spielen in der Niederrheinliga, wobei der CfR aus Heerdt sogar eine Saison in der dritten Liga, der Regionalliga, verbracht hat. Die Tusa aus Flehe hat dagegen eine jüngere Vergangenheit in der Niederrheinliga hinter sich, könnte aber den Spielerinnen aus Heerdt so langsam den Rang des besten Düsseldorfer Teams wegnehmen. Ein Blick auf die Tabelle bestätigt diese Einschätzung, denn die Mannschaft von Trainer Stefan Wiedon steht aktuell auf dem aufstiegsberechtigten fünften Platz und holte zuletzt neun Punkte aus den letzten drei Spielen. „Und das gegen MSV Duisburg II, gegen den bislang ungeschlagenen Tabellenführer FV Mönchengladbach und gegen die Reserve des Zweitligisten aus Bocholt“, sagt Pressesprecher Marcus Italiani.

Trainer Wiedon glaubt, dass seine Elf noch näher an den Spitzenplatz gekommen wäre, wenn er alle Spielerinnen über die gesamte Spielzeit zur Verfügung gehabt hätte. „Unser nachhaltiges Konzept, komplett auf unsere im Leistungszentrum ausgebildete Jugend zu setzen, setzt sich durch“, sagt er. Als Beispiel nennt er die erst 16jährige Innenverteidigerin Alina Lengelsen, die schon in der kommenden Saison den Schritt in die Seniorinnen-Mannschaft machen wird. Im Leistungszentrum der Tusa werden Talente aus der Region gesichtet und ausgebildet.

Drei Plätze hinter Tusa steht in der Niederrhein-Tabelle im Moment der CfR Links. „Da ist nach oben nicht mehr viel zu machen“, sagt Team-Managerin Elisa Wilson. Sie macht sich schon Gedanken über die kommende Spielzeit. „Wir bereiten uns in einem Trainingslager in Jülich auf die nächste Saison vor.“ Anstatt der bisherigen drei Nachwuchs-Mannschaften, in denen Mädchen und Jungen zusammenspielen, plant sie mit fünf reinen Mädchen-Teams. „Auch die jetzt schon vom Verein durchgeführten Schul-Arbeitsgemeinschaften sollen fortgesetzt werden.“

Beim Training ist die Begeisterung der Spielerinnen spürbar

Der bereits durchgeführte Umbruch, für den sich bereits erste vielversprechende Spielerinnen vorgestellt haben, soll fortgesetzt werden. „Dazu gehörte auch bereits der neue Trainer Jan Eul, der die Nachfolge von Marek Niewiadomski angetreten und für den der CfR die erste Station im Frauen-Fußball ist. „Wenn man jetzt das Training besucht, spürt man gleich die Begeisterung, mit der die Spielerinnen bei der Sache sind. Bei meinem letzten Trainingsbesuch habe ich 18 Spielerinnen gezählt“, berichtet die Team-Managerin stolz. Für die Spielzeit 2022/23 hat sie Rang vier ins Auge gefasst.

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