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Lange Wartezeiten bei Flughäfen Düsseldorf und Köln: Das müssen Reisende wissen​

Überblick mit Tipps der Bundespolizei : Lange Wartezeiten bei Flughäfen Düsseldorf und Köln: Das müssen Reisende wissen

Zum Start der Herbstferien in NRW wird wieder mit viel Andrang bei den Flughäfen Düsseldorf und Köln gerechnet. Dabei können Reisende einige Dinge beachten - ein Überblick.

Zu Beginn der Herbstferien ist es in Nordrhein-Westfalen wieder zu Wartezeiten auf den Flughäfen gekommen. Ein Sprecher des Düsseldorfer Flughafens berichtete am Freitag von 20 bis 40 Minuten Wartezeit an der Sicherheitskontrolle am frühen Nachmittag. Auch der Flughafen Köln/Bonn teilte um über Twitter eine Wartezeit von 40 Minuten mit.

Zum Start der Herbstferien müssen sich Reisende in Nordrhein-Westfalen auf volle Autobahnen und lange Wartezeiten an Flughäfen einstellen. Die Airports in Düsseldorf und Köln/Bonn baten um Geduld.

Was Passagiere beachten sollten? Ein Überblick.

  • Die Airports raten Passagieren, bis zu drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Schon seit Monaten sind an den beiden größten Flughäfen Nordrhein-Westfalens in den Stoßzeiten frühmorgens und nachmittags Wartezeiten sehr lang, weil es beim Check-In und an Sicherheitsschleusen an Personal fehlt. „Mit den Herbstferien dürfte das ohnehin schon gravierende Problem noch deutlicher werden“, warnt der Gewerkschaftssekretär Özay Tarim von Verdi. Selbst an normalen Werktagen seien die Warteschlangen am Düsseldorfer Airport in Stoßzeiten immer wieder mehrere Hundert Meter lang, berichtet Tarim. Solche Peaks gibt es üblicherweise frühmorgens und nachmittags, und zwar vor allem rund um ein Wochenende. Dass die Schlangen sogar schon an diesem Donnerstagmittag - also abseits der Stoßzeiten an einem normalen Werktag - sehr, sehr lang gewesen seien am Düsseldorfer Flughafen, nimmt er als düsteres Vorzeichen für extrem langes Warten am Ferienauftakt-Wochenende.

Tarim fordert von der Politik ein Umsteuern. Aus seiner Sicht müssten staatliche Firmen an den Sicherheitsschleusen eingesetzt werden, die attraktivere Arbeitsbedingungen böten und dadurch auch bessere Karten bei der Suche nach Personal hätten.

Der Düsseldorfer Flughafen rechnet in den zweiwöchigen Herbstferien mit rund 1,1 Millionen Passagieren. Den stärksten Andrang wird es am ersten Ferien-Wochenende geben, wenn voraussichtlich 268 000 Menschen den Airport der Landeshauptstadt nutzen werden. An den beiden darauffolgenden Wochenenden geht der Flughafen von jeweils rund 200 000 Fluggästen aus. Vor dem Hintergrund langer Warteschlangen sagte Airport-Chef Thomas Schnalke, man habe sich „bestmöglich auf die Ferienzeit vorbereitet“. Es könne aber „nach wie vor besonders in den Verkehrsspitzen zu Verzögerungen und längeren Wartezeiten kommen“.

Auch am Köln/Bonner Flughafen wird mit längeren Wartezeiten gerechnet. In den Tagen vor dem Ferienstart berichtete dieser Airport auf Twitter davon, dass die Wartezeiten in Stoßzeiten mitunter bis zu 60 Minuten betrugen.

Was die Bundespolizei für einen zügigeren Ablauf bei Flughäfen Düsseldorf und Köln rät:

  • Prüfen Sie vor Ihrem Reiseantritt bitte unbedingt, ob Ihre Reisedokumente (Reisepass oder Personalausweis) oder andere für die Rückkehr nach Deutschland erforderliche Dokumente (z.B. Impfnachweis) noch gültig sind.
  • Kommen Sie rechtzeitig am Flughafen an: Seien Sie mindestens 90 Minuten vor der Abflugzeit an der Luftsicherheitskontrolle. Begeben Sie sich direkt nach dem Check-in dorthin.
  • Bereiten Sie sich bestmöglich auf die Kontrollen vor und nehmen Sie möglichst nur ein Handgepäck mit in das Flugzeug.
  • Weniger ist mehr: Flüssigkeiten, die Sie an Bord nicht dringend benötigen, gehören ins aufgegebene Gepäck. Die Flüssigkeitsbehälter, die im Handgepäck transportiert werden, dürfen maximal 100 Milliliter fassen. Zusätzlich müssen alle Behälter in einem durchsichtigen, wiederverschließbaren Plastikbeutel verstaut sein. Dieser darf ein Fassungsvermögen von maximal einem Liter haben.
  • Im Handgepäck dürfen Babynahrung sowie flüssige Medikamente mit entsprechendem Nachweis transportiert werden.
  • Was niemals ins Handgepäck gehört: Feuerwaffen jeder Art, Pfeffersprays sowie Messer mit einer Klingenlänge von über sechs Zentimetern haben im Handgepäck nichts zu suchen. Doch auch Gegenstände, bei denen die Gefahr nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, dürfen nicht mit ins Flugzeug genommen werden. Darunter fallen zum Beispiel Schraubendreher, lange Nagelfeilen oder Heringe fürs Zelt.

Was gehört in die Gepäckwanne, was kann in der Tasche bleiben?

  • Der wiederverschließbare Plastikbeutel mit den Flüssigkeitsbehältern ist separat in die Wanne zu legen. Auch alle elektronischen Geräte, wie Mobiltelefone, Kameras, Laptops und Tablets müssen gesondert in eine Gepäckwanne gelegt werden.
  • Nach dem Röntgen kann es sein, dass eine Nachkontrolle notwendig ist. Der Gepäckinhalt, insbesondere elektronische Geräte, kann mit einem Wischtest auf Sprengstoffanhaftungen überprüft werden. Zusätzlich können Passagiere aufgefordert werden, elektronische Geräte anzuschalten, um die Funktionsfähigkeit nachzuweisen.