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Wo verbringen die Tönisvorster ihre Freizeit?

Wo verbringen die Tönisvorster ihre Freizeit?

Heike und Thomas Goßen wollen Kinder und Senioren an „Spielleitplanung“ beteiligen.

Tönisvorst. Thomas und Heike Goßen sind nicht nur ein Ehepaar, sondern arbeiten auch tagsüber eng zusammen: sie als Landschaftsarchitektin bei der Stadtplanung, er als Bürgermeister. Heike Goßen will möglichst viele Tönisvorster auf eine Tour durch ihre Stadtteile mitnehmen. Gesucht wird nach neuen Frei-, Kommunikations- und Bewegungsräumen.

Nach einiger Vorarbeit stellte das Ehepaar am Montag die erste Stufe einer „Spielleitplanung“ vor, von der die Knirpse im Kindergarten genauso profitieren könnten wie Schüler und Senioren. Für diese Personenkreise hat Heike Goßen mit ihrem Team Fragebögen erarbeitet, um Kinder und ältere Menschen in die Planung einzubinden.

Die Fragebögen gehen am Dienstag an die Kindergärten und Schulen, an das Seniorenbüro und die Vorster Seniorenhilfe. Heike Goßen: „Wir möchten unter anderem wissen, wo die Tönisvorster draußen ihre Freizeit verbringen, wo ihre Lieblingsplätze sind, ob sie zusätzliche Möglichkeiten wünschen.“

Dies könnten Disco, Internetcafé oder Skaterpark sein, aber auch Mehrgenerationenparks. „Für einige Senioren könnte es auch nützlich sein, wenn wir auf ihren Wegen in die Ortszentren Bänke zum Verschnaufen aufstellen“, sagt die Stadtplanerin.

„Fühlen Sie sich in Tönisvorst wohl?“ Das ist für die Generation 55plus die erste von 14 Fragen. Dabei will man auch erfahren, wer sich an der Gestaltung bestimmter Plätze beteiligen möchte, etwa durch Patenschaften für Pflanzbeete oder Spielgeräte.

„Es ist spannend, wie die Aktion aufgenommen wird“, sagt der Bürgermeister. Der Fachausschuss wird am 30. November unterrichtet. „Bis dahin hoffe ich, dass wir die ersten 100 bis 200 Fragebögen ausgewertet haben“, sagt Heike Goßen. Auch auf den Internetseiten der Stadt könne man sich beteiligen.

Die Ergebnisse der Befragung sollen fester Bestandteil der Stadt- und Bauleitplanung werden. Thomas Goßen: „Wir reden hier nicht über Wunschzettel, sondern wir werden uns intensiv mit jedem Vorschlag beschäftigen.“ Die „Spielleitplanung“ soll einen Zeitraum von zehn Jahren umfassen. Der Bürgermeister hofft, dass schon 2012 das Leben in Tönisvorst mit den ersten Maßnahmen etwas schöner wird. cc