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Wilma Jansen aus Vorst erhält das Bundesverdienstkreuz

Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement : Vorsterin wird mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Seit mehr als 40 Jahren ist Wilma Jansen beim DRK aktiv. „Unschätzbar wertvoll“ lobt der Bürgermeister.

Die Attribute, mit denen Wilma Jansen beschrieben wird, stecken voller Respekt und Bewunderung. „Sie ist unschätzbar wertvoll“, sagt etwa der Tönisvorster Bürgermeister Thomas Goßen (CDU). „Sie hat eine liebe, natürliche Art und immer ein offenes Ohr.“ Luise Fruhen, stellvertretende Landrätin des Kreises Viersen, spricht von einer Frau, „die Tatkraft und Seriosität ausstrahlt, eine vertrauenswürdige Person“. Sie habe die Gabe, auch andere Menschen dazu zu bringen, sich ohne eine Gegenleistung für etwas Gutes einzusetzen.

Jansen wurde in Schwalmtal-Amern geboren und wuchs in St. Tönis auf. 1973 zog sie mit ihrem Mann Wilhelm (79) nach Vorst. Auch um Anschluss zu finden, schloss sie sich der dortigen Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an, trat damit in die Fußstapfen ihres Vaters. „Das soziale Engagement lag bei uns in der Familie“, sagt die Tochter stolz. „Mein Vater war der erste Leiter der Freiwilligen Feuerwehr in Tönisvorst.“

Am Montag erhielt sie für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht: das Bundesverdienstkreuz. Auch damit folgt sie ihrem Vater. Er nahm die Auszeichnung im Jahr 1990 entgegen.

Zum 1. Januar 1974 wurde Wilma Jansen aktives Mitglied beim DRK in Vorst und war schon bald als örtliche Zugführerin aktiv. 1997 wurde sie stellvertretende Vorsitzende im DRK-Kreisverband, zudem ist sie Leiterin der Sozialarbeit im Kreisverband und arbeitet im Landesvorstand mit. Sie erhielt bereits die Ehrenplakette des DRK-Kreisverbands Viersen, wurde 2005 mit der Verdienstmedaille des DRK-Landesverbands ausgezeichnet und 2013 mit dem Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes, die höchste Ehrungsstufe des DRK. Damit alleine würde man der Vorsterin aber nicht gerecht werden.

Jansen organisiert jedes
Jahr den Dreikönigskaffee

So hat sie, wie etwa Bürgermeister Goßen berichtet, die Sozialarbeit im Kreisverband wesentlich ausgebaut, 1991 gründete sie mit Helene Heintges den Gesprächskreis Krebsnachsorge, den sie bis heute leitet, und hat sich dafür zur Betreuerin in der Krebsnachsorge ausbilden lassen. Später hat sie die begleiteten Seniorenreisen initiiert, die sie bis heute betreut. Wenn mal ein Reiseleiter ausfällt, springt sie kurzerhand ein. Dazu organisiert sie den Dreikönigskaffee, an dem jedes Jahr etwa 150 Senioren teilnehmen, sowie die Termine für die DRK-Blutspende. „Das alles mache ich nicht allein“, betont Jansen immer wieder. Aber: „Sie ist die Mutter der Kompanie“, sagt Bürgermeister Goßen. Wenn jemand das Bundesverdienstkreuz verdient habe, dann Wilma Jansen, betont er.

Fruhen übernahm in Viersen die Übergabe des Verdienstkreuzes. Gelebte Nächstenliebe sei ein Begriff, der Jansen und ihr Engagement sehr gut beschreibe, sagte Fruhen und ließ ihre Rede mit einem Wunsch enden: „Bleiben sie gesund, und machen Sie weiter.“ emy