Bündnis für Demokratie in Willich Bürgermeister Pakusch ruft zur Demo-Teilnahme am Samstag auf

Willich · Gemeinsam mit Bernd-Dieter Röhrscheidt bekräftigt Pakusch seine Unterstützung der Demo. Als CDU- und SPD-Mitglieder demonstrieren beide überparteiliche Einigkeit.

Bürgermeister Christian Pakusch (links) und Bernd-Dieter Röhrscheid vom Heimatverein hoffen auf eine rege Teilnahme an der Demonstration.

Bürgermeister Christian Pakusch (links) und Bernd-Dieter Röhrscheid vom Heimatverein hoffen auf eine rege Teilnahme an der Demonstration.

Foto: Stadt Willich

(svs) Ein wenig ist die Welle der Demonstrationen für Demokratie und gegen Rechtsradikalismus in den vergangenen Tagen und Wochen abgeflaut. Die großen Kundgebungen in Berlin, Düsseldorf oder München mit bis zu 300 000 Teilnehmern sind einige Tage her. Willich will aber am Wochenende seinerseits ein Zeichen setzen. Um 15 Uhr geht eine Kundgebung am Marktplatz los, geht dann einen kleinen Demozug über die Bahnstraße bis Kreisverkehr, die Parkstraße bis Kreuzung Krefelder-/ Düsseldorfer-/Peterstraße, weiter Peterstraße zurück zum Markt.

Aufgerufen hat dazu ein breites Bündnis, das viele Bereiche des politischen, sozialen und kulturellen Lebens abdeckt. Es reicht von allen Ratsfraktionen über Arbeitskreis Fremde und Heimatverein als Initiator bis hin zu mehren Sportvereinen, Kirchen, den Schlossfestspielen oder der Künstlergilde, um nur einige zu nennen.

Kurz vor der Kundgebung rufen nun Willichs Bürgermeister Christian Pakusch (CDU) der ehemalige SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat, Bernd-Dieter Röhrscheid gemeinsam zur Teilnahme auf. „Wir wollen gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsradikalismus setzen“, sagt Pakusch. Gleichzeitig dankt er den Heimat- und Geschichtsfreunden für die federführende Organisation. Pakusch vergisst aber auch all die anderen Organisationen, Partien und sonstige Gruppen, die die Kundgebung unterstützen, nicht. „Auch allen Vereinen, Institutionen und jedem Einzelnen, der diese wichtige Aktion unterstützt danke ich für das Engagement“, erklärt er.

Den Ablauf erläutert Ernst Kuhlen. Der Vorsitzende des Heimatvereins Willich hatte die Kundgebung angemeldet und federführend organisiert. „Wir werden um 15 Uhr losgehen und wollen rund eine Dreiviertel Stunde laufen. Den Demoweg haben wir bewusst kurz gehalten. Laut Plan soll dann um 15.45 Uhr die Abschlusskundgebung am Markt beginnen“, sagt er. Realistisch sei aber auch, dass es 16 Uhr werde. „Dabei haben wir dann zunächst einen musikalischen Beitrag. Die Willicher Sängerin Gwen Julie wird ein Lied spielen. Dann folgen Redebeiträge von mir, Christian Pakusch, Guido Görtz und einigen Vereinen und Gruppen. Die Redebeiträge begrenzen wir auf drei Minuten, damit es nicht zu lang wird. Es folgt dann noch einmal Musik von Gwen Julie“, erzählt er. Laut Plan solle die Veranstaltung nach rund 50 Minuten beendet sein.

„Uns ist wichtig, dass es nicht um Parteipolitik geht, sondern um einen kleinsten gemeinsamen Nenner: Unsere Demokratie, unseren Rechtsstaat unser Grundgesetz. Es gibt sicher vieles, über das man in unserem Land diskutieren kann, aber es ist eines der besten und freiesten der Welt und dafür wollen wir einstehen“, betont Kuhlen.

(svs)
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