Willicher „Ungeduld“: Abgeräumt und eingepackt

Willicher „Ungeduld“: Abgeräumt und eingepackt

Markt-Skulptur weicht den Bauarbeiten, kommt aber wieder. Blumenkübel verschönern die Peterstraße.

Willich. Die „Ungeduld“ ist entschwebt: Im Zuge des Marktumbaus in Willich wurde die gleichnamige Loni-Kreuder-Skulptur entfernt. „Sie ist aus Bronze und soll während der Bauarbeiten nicht beschädigt werden“, informiert die Stadt. Das Kunstwerk werde eingepackt und bis zum Ende der Arbeiten an einem sicheren Ort aufbewahrt. Nach Abschluss des Marktumbaus wird die „Ungeduld“ vor dem Optiker (Markt 14) eine neue Heimat finden. Sie wird dort durch eine Sitzgruppe ergänzt.

Foto: Wynands, plu

Während am Markt kräftig umgebaut und „abgeräumt“ wird, startet der fertig gestellte Kaiserplatz nun schon in die dritte Sommersaison. Mit Abschluss der Arbeiten am Markt werden zwei neu gestaltete und autofreie Plätze zum Verweilen in die Innenstadt einladen. Und auch die von Bürgern fast liebevoll so genannte „kleine Peterstraße“ — Abschnitt Markt bis Grabenstraße — wird komplett neu gestaltet.

„Um zukünftig zum Bummel entlang der Geschäfte zwischen den beiden Plätzen zu animieren, wurde auch die große Peterstraße im Abschnitt Grabenstraße bis Kaiserplatz aufgewertet: Der Straßenraum wurde unter anderem von Pollern entrümpelt, es wurde markiert, es wurde neu möbliert“, so Citymanagerin Christel Holter.

Den Abschluss bildete jetzt eine gemeinsame Pflanzaktion mit Geschäftsleuten und Werbering, die die Patenschaft für die Blumenkübel übernommen haben. Zehn Stück hat die Stadt beschafft. Hintergrund: Der Verkehr hat aufgrund der geänderten Führung deutlich abgenommen: Rund 60 Poller konnten raus — trotzdem ist in einigen Bereichen eine Betonung der Fahrtrasse sinnvoll, was jetzt Blumenkübel „erledigen“.

In den vergangenen Wochen wurden Stellplätze neu markiert, um mehr Platzmöglichkeiten für Warenauslagen zu schaffen. Außerdem wurden neue Mülleimer und Fahrradständer montiert; an den Fahrradständern sind kleine Fahrradsymbole aufgespritzt, um für eine Nutzung zu werben. Apropos: die Anzahl der Parkplätze blieb unverändert, saisonal sind sogar zwei dazugekommen (Schließungszeit der Eisdiele auf der Peterstraße). Lediglich die Markierungen wurden zur Klarstellung neu aufgebracht, ein Stellplatz verlagert, um einem Geschäft die Möglichkeit zur Warenauslage zu ermöglichen. Weiteres Highlight: die Außengastronomie vom Café K7 auf dem Kaiserplatz, die ab sofort auch donnerstagvormittags zum Wochenmarkt einlädt.

Die Marktbeschicker sind ein wenig zusammengerückt. Ein wenig „pollert“ es aber dann doch noch: Durch Umsetzen der Pollerreihe am Kaiserplatz wird das unerlaubte Parken im Kurvenbereich unterbunden. Hier hatte es zuletzt Probleme für Rettungsfahrzeuge gegeben. WD, Red

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