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Willicher "Marktkaffee" wird gut genutzt

Willicher "Marktkaffee" wird gut genutzt

Die Willicher informierten sich über die Pläne auf dem Markt. Einige hatten konkrete Fragen zu Dauer und Terminen für die Bauarbeiten.

Willich. Die Kannen mit Kaffee standen bereit — doch sie blieben lange unangetastet: Anfangs kam nur ein Bürger zum informellen „Marktkaffee“, mit dem die Willicher Stadtschmiede ihre Informationsreihe zum Umbau des Marktes eingeleitet hat. „Am Ende dürften es alles in allem aber etwa acht Bürger und einige Politiker gewesen sein“, fasst „Stadtschmied“ Martin Platzer zusammen. Man habe mit dem Angebot auf jeden Fall „einen Nerv getroffen“.

Ein loses Zusammenkommen der Nachbarschaft soll der „Marktkaffee“ an den Stehtischen sein, die aus den ehemaligen Kugelahornen gebildet worden sind. Zum Auftakt regnete es allerdings — weshalb sich Jaennette Weber und Martin Platzer von der Hochschule Niederrhein mit Kaffee in die Räume der Stadtschmiede an der Bahnstraße zurückzogen.

„Ein Vertreter des Bossel- und Bügelclubs war bei uns“, berichtet Martin Platzer. Er habe wissen wollen, ob der Bereich zwischen Kirche und Parkplatz Domgarten (dort befinden sich die Bügelbahn und ein Boule-Feld) in die Umgestaltung einbezogen wird. Was allerdings nicht vorgesehen ist. Gute Ideen, wie eine solche Einbeziehung aussehen könnte, habe der Mann aber mitgebracht, so Platzer.

Andere Bürger kamen mit handfesteren Anliegen: „Gibt es später größere Mülleimer für Pizzakartons? Wann geht der Umbau überhaupt los? Wie lange wird er dauern?“ Solche Fragen wurden gestellt. Wobei das Stadtschmiede-Team konkrete Antworten teilweise schuldig bleiben musste: Die exakten Baustellen-Termine stehen noch nicht fest. Erst in der Juli-Sitzung des Planungsausschusses soll die Umsetzungsplanung für den Marktumbau beschlossen werden. Der Baubeginn ist für September vorgesehen, etwa eineinhalb Jahre wird das Ganze dann dauern.

Martin Platzer und Jaennette Weber freuen sich auf jeden Fall, dass der Treffpunkt „Marktkaffee“ wie erhofft schon gut genutzt wurde. Bis August besteht dazu an jedem dritten Donnerstag im Monat von 9 bis 10 Uhr weiter die Gelegenheit. Der nächste Termin ist allerdings erst am 22. Juni, da der dritte Donnerstag im Juni auf Fronleichnam fällt.

Wer vorher schon nähere Informationen zum Umbau bekommen möchte, sollte sich am kommenden Montag, 22. Mai, um 18 Uhr an der Stadtschmiede (Bahnstraße 8a) einfinden: Dann gibt es den ersten von vier geplanten Marktspaziergängen. Die verschiedenen Facetten des Umbaus sollen dabei jeweils beleuchtet werden. Beim Auftakt ist Markus Ridder vom Ingenieurbüro Angenvoort und Barth mit dabei. Das Büro ist gemeinsam mit der Stadt für das Baustellenmanagement zuständig.

Wie Weber und Platzer wissen, gibt es im Bereich Baustellenablauf noch viele Fragen und Befürchtungen von Anwohnern, Gastronomen und Einzelhändlern. „Wann kann bei mir angeliefert werden? Ist es in der Baustellenphase möglich, Tische für die Außengastronomie zu nutzen?“ Solche Fragen werden immer wieder gestellt. Sie können zumindest teilweise bei den Marktspaziergängen beantwortet werden. Konkret wird es aber erst ab September. Dann gibt es donnerstags von 9 bis 10 Uhr eine „Marktsprechstunde“ in der Stadtschmiede. Individuelle Fragen zum Ablauf der Baustelle werden dort von der zuständigen Stadt-Mitarbeiterin Iveta Andres beantwortet.