Demonstration für Demokratie in Willich Auch Willich wird sich für Demokratie und Grundgesetz positionieren

Willich · Bislang fehlte Willich in der Liste der Städte, die für Demokratie und Grundgesetz demonstriert haben. Das soll sich am 24. Februar ändern.Ein breites Bündnis ruft dazu auf, ab 15 Uhr auf die Straße zu gehen.

„Nazis raus“, wie hier auf einem Plakat in Kempen, soll die Botschaft der Demo in Willich sein. Es gehe nicht gegen bestimmte Parteien.

„Nazis raus“, wie hier auf einem Plakat in Kempen, soll die Botschaft der Demo in Willich sein. Es gehe nicht gegen bestimmte Parteien.

Foto: Norbert Prümen

(svs) In vielen Städten in Deutschland gehen derzeit Hunderttausende für Demokratie und Grundgesetz auf die Straße. In Düsseldorf waren es 100 000, in Krefeld werden am Samstagnachmittag ebenfalls fünfstellige Teilnehmerzahlen erwartet. Willich fehlte bislang in der Liste der Städte, die sich in der Bewegung, längst die größte in der Geschichte Deutschlands, beteiligen. Das soll sich ändern. Ein breites Bündnis aus Parteien, Vereinen, Kirchen und anderen Organisationen ruft für Samstag, 24. Februar, zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz auf. Initiator ist der Vorstand des Heimatvereins. Der erste Vorsitzende Ernst Kuhlen hat die Demonstration angemeldet und die Organisation übernommen. „Wir wollen ganz ausdrücklich nicht gegen eine bestimmte Partei oder Gruppe auf die Straße gehen, sondern gegen Rechtsextremismus und für Demokratie und das Grundgesetz“, betont er. Das solle sich auch in den Reden niederschlagen. „Wir werden eine relativ kleine Zahl an Rednern haben, die auch strikte Zeitvorgaben bekommen. So sollen sich die Reden nicht all zu lang hinziehen. Wir möchten nicht, dass es langweilig wird“, betont er.

Zugleich stehe das Programm aber noch nicht fest. „Wir sind noch in der Planungsphase. Sowohl weitere Unterstützer und Teilnehmer als auch mögliche weitere Programmpunkte würden noch gesucht. Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass wir auch Musik haben und eine Band spielt oder so etwas. Da haben wir aber noch keine Pläne und warten mal, was noch an uns herangetragen wird. Wir haben ja noch drei Wochen Zeit“, sagt er.

Die Kundgebung soll um 15 Uhr beginnen. Zuvor sollen sich die Teilnehmer auf dem Marktplatz vor der Kirche sammeln. „Dann wollen wir zu einem recht kurzen Demonstrationszug starten. Wir gehen über die Bahnstraße bis Kreisverkehr, die Parkstraße bis Kreuzung Krefelder-/ Düsseldorfer-/Peterstraße, weiter über Martin-Rieffert-Straße und über Braurerei- und Peterstraße zurück zum Markt. Dann gibt es noch eine Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz“, erzählt Kuhlen. Die Organisation übernimmt gemeinsam mit ihm Bernd-Dieter Roerscheid.  Politische Parteien würden zwar die Kundgebung unterstützen und der Landtagsabgeordnete Guido Görtz (CDU) zu den Rednern zählen, „aber wir wollen dabei keine Parteipolitik. Es geht darum, einen gesellschaftlichen Konsens zu zeigen: ‚Wir sind für Demokratie, wir sind gegen Rechtsextemismus und Ausgrenzung. Wir stehen fest zum Grundgesetz’“. Es geht nicht um politische Farbenlehre gleich welcher Art. Es sei keine Demo gegen politisch rechte Positionen, solange sie sich auf dem Boden von Demokratie und Grundgesetz befänden, sondern ein bewusster Minimalkonsens „für die Demokratie“.

(svs)
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