Der Umweltausschuss tagte : Willich soll bald grüner werden

Im April wird der Willicher Haushalt für dieses Jahr beschlossen. Die Fraktionen stellen nun Anträge, die im Etat noch berücksichtigt werden sollen. Im Umweltausschuss ging es jetzt um einige Vorhaben im Bereich Umwelt- und Klimaschutz.

. (barni) Willich soll grüner werden. Das spiegelten jetzt auch im Umweltausschuss die zahlreichen Anträge der Fraktionen wider. Die CDU wünscht sich Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt. Die Verwaltung griff diese Idee auf und machte Vorschläge, die mit großer Mehrheit angenommen wurden. Demnach werden die diversen Aktivitäten gebündelt. Außerdem soll ein Runder Tisch Artenvielfalt eingerichtet werden. Bereits im vergangenen Jahr hatten verschiedene Informationsveranstaltungen zur ökologisch hochwertigen Gestaltung von privaten Freiflächen stattfinden sollen, was wegen der Pandemie aber nicht möglich war. Ob Veranstaltungen stattfinden können, wird wohl erst in der zweiten Jahreshälfte entschieden werden können.

„Für Willich“ möchte eine Informationskampagne zum Thema „Patenschaften zur Baumbewässerung“. Dieser Antrag fand allerdings keine Mehrheit, da die Informationen über die Homepage der Stadt und über die Social-Media-Kanäle kommuniziert werden können.

Dafür setzten sich die Grünen mit ihren Prüfanträgen durch. So soll geklärt werden, inwieweit die Dächer der städtischen Friedhofsimmobilien mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet werden können und ob es hierzu Zuschüsse gibt. In einem weiteren Prüfauftrag der Grünen geht es um alle Gebäude, die der Stadt gehören oder die sie verpachtet hat: Auch dort geht es um das Ausloten der Installation von Photovoltaikanlagen.

Die Grünen wollten außerdem, dass alle Hauseigentümer in einem Schreiben auf die Analyse des Solarpotenzialkatasters aufmerksam gemacht werden. Insbesondere durch den möglichen Eigenverbrauch sei die Nutzung von Strom, der durch eine Photovoltaikanlage produziert wird, nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll. Der Ausschuss lehnte die Anschreiben ab, verwies auf Informationen über die Presse und die Sozialen Medien. Nicht an alle Bürger soll auch die 60-seitige Broschüre frei Haus geliefert werden, wesentliche Inhalte sollen über die Presse verbreitet werden.

Die Grünen nahmen sich auch des Themas „Umweltverschmutzung durch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen“ an. Die Verwaltung teilte hierzu mit: „Die hier angesprochene Kampagne wird derzeit von Elita Grafke vorbereitet.“ Geplant seien unter anderem Plakate und Aktionen in den Schulen.

Die SPD möchte Willich als „Global nachhaltige Kommune“ dadurch unterstützen, dass zusätzlich 30 000 Euro für Personalkosten, was einer zusätzlichen halben Stelle entspricht, fördern. „Aus fachlicher Sicht ist das grundsätzlich zu befürworten“, gab die Verwaltung zu verstehen. Allerdings sei es derzeit schwierig, eine passende Fachkraft auf dem leergefegten Arbeitsmarkt zu finden. Die Willicher Sozialdemokraten beantragten außerdem, 10 000 Euro für ein Konzept zur Essbaren Stadt bereitzustellen. Im Kurt-Schumacher-Park in Schiefbahn soll demnächst ein solcher Bereich entstehen. Die Verwaltung liebäugelt mit der Möglichkeit, einen gemeinnützigen Träger mit der Umsetzung dieses ökologischen Konzepts zu beauftragen und ihn finanziell zu unterstützen. Ein Hinweis aus dem Technischen Rathaus in diesem Zusammenhang: „Der Bürgergarten im Schlosspark liegt trotz intensiver Bemühungen bis heute infolge mangelnden Interesses der Bürger brach.“

Über alle haushaltsrelevanten Anträge entscheidet jetzt noch der Haupt- und Finanzausschuss am 21. April und abschließend der Rat am 28. April.