Vandalismus in Willich Skulptur im Schlosspark einfach umgeworfen

Neersen · Mit viel Mühe waren im die Tier-Skulpturen von Neersenner Bürgern jeden Alters im vergangenen Jahr geplant und gebaut worden. Nun haben sich wohl mehrere Täter an einer von ihnen vergangen.

 Eine der Skultpuren wurde von Unbekannte umgestoßen.

Eine der Skultpuren wurde von Unbekannte umgestoßen.

Foto: Christian Pakusch

(jbu) In der Nacht von Sonntag, 3. April, auf Montag ist es im Schlosspark zu Vandalismus an einer der Figuren der Miteinander-Sitzskulpturen im Schlosspark in Neersen gekommen. Unbekannte haben die Figur des mit viel Mühe im vergangenen Sommer entstandene Bürger-Kunst-Projekts umgeschubst. Die Figur wurde bereits am Montagvormittag wieder fachgerecht aufgerichtet und ist unbeschadet. „Es müssen mehrere Personen nötig gewesen sein, um eine Betonskulptur in dieser Größe umzukippen“, sagt Anne Fiedler von der Quartiersentwicklung Netzwerk Neersen, „wir glauben, dass sich da jemand einen Streich erlauben wollte.

Die vierköpfige mit Mosaisksteinchen besetzte Tier-Skulpturengruppe mit dem Namen „Buch der Erinnerung“ sollen für ein lebendiges Miteinander in Neersen stehen, sagt Fiedler. Sie wurden im vergangenen Jahr von der Künstlerin Nicole Peters aus Goch gemeinsam mit über 150 Bürgern geplant und gebaut. Es waren unter anderem Kita-Kinder, die OGS Vinhovenschule, Jugendliche des Jugendzentrums No. 7 und der evangelischen Emmaus-Gemeinde, Familien und Senioren am Planungsprozess und Bau beteiligt. Umso trauriger sei es, dass an dieser gemeinsamen Bürgerskulptur Vandalismus betrieben wird. „Wir haben dieses Projekt mit allen Neersener Bürgern geplant, alle Menschen bewusst mit einbezogen, weil wir einen Aufenthaltsort für alle Menschen schaffen wollten. Egal, ob tagsüber Kinder auf der Skulptur klettern oder sich abends Jugendliche hier treffen: Diese Miteinander-Sitzskulptur gehört uns allen und ist für uns alle. Dass dann so etwas passiert, ist natürlich eine unschöne Sache“, erklärt Anne Fiedler.

Man habe nun mit der Künstlerin besprochen, dass man die Figuren, falls sich noch mal jemand an der Skulptur vergehen sollte, auch mit Beton befestigen könne. Die Stadt hat derweil Anzeige erstattet. Bürgermeister Christian Pakusch verurteilte die Tat über die sozialen Medien aufs Schärfste. „Im Ernst?! Völlig sinnloser Vandalismus“, schrieb er. Hinweise auf die Täter nehme er auch vertraulich entgegen.

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