Willich: Tafel sorgt für Fest-Pakete

Willich: Tafel sorgt für Fest-Pakete

Zum dritten Mal werden vor Weihnachten gute Gaben für Bedürftige gesammelt. Auch Schüler helfen mit.

Willich. Aller guten Dinge sind drei - das gilt auch für die Weihnachts-Päckchenaktion der Willicher Tafel. Schon zum dritten Mal ruft sie mit Unterstützung des St.Bernhard-Gymnasiums alle Willicher Bürger dazu auf, Geschenke für Menschen zu packen, denen es wirtschaftlich nicht gut geht.

"Wenn unsere Kunden die Kulturhalle betreten und den Berg von Paketen sehen, sind sie überwältigt, dann fließen Tränen", erinnert sich Tafel-Vorsitzende Christa Disselkamp an das vergangene Jahr. 580 weihnachtliche Pakete waren damals gespendet worden, gefüllt waren sie mit haltbaren Lebensmitteln, aber auch kleinen Geschenken für Kinder (Neuware) sowie Kerzen, Servietten und anderen Dekorationen zum Fest.

"Wir hatten genug für alle, kein Mensch musste ohne Weihnachtspäckchen nach Hause gehen", berichtet Tafel-Mitglied Petra Lopez. So soll es auch in diesem Jahr sein, obwohl es erstmals keine Unterstützung durch den WDR gibt. "Leider", bedauert Christa Disselkamp.

Über 800 Menschen werden im Moment von der Willicher Tafel unterstützt, darunter sind 303 Kinder. "Ohne die Päckchen-Aktion könnten sie sich kein gutes Weihnachtsessen leisten", sagt Disselkamp. Die Tafel-Kunden bekommen für den Abhol-Termin in der Kulturhalle einen Gutschein. "Aber auch andere Bedürftige sind selbstverständlich willkommen." Sie sollten jedoch einen Nachweis ihrer Bedürftigkeit (Sozial- oder Rentenbescheid, Arbeitslosenbescheinigung) mitbringen.

Die Schüler und Lehrer des Gymnasiums helfen beim Umpacken, etwa wenn ganze Umzugskartons mit Spenden abgegeben werden. Sie dekorieren aber auch die Halle und verteilen die Pakete.

"20 bis 25 Schüler sind dabei," sagt SV-Lehrer Franz Arnoldy. Sie werden in Schichten arbeiten. Wie sein Kollege Bernd-Dieter Röhrscheid ergänzt, sei das für die Jugendlichen eine wichtige Erfahrung: "Unsere Schüler kommen meist aus einer heilen Welt. Hier stellen sie fest, dass es für manche Menschen ganz anders aussieht."

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