Kultur in Willich Schlossfestspiele begrüßen bereits 10.000. Besucherin

Neersen · In ihrer 40. Ausgabe sind die Schlossfestspiele Neersen höchst erfolgreich. In der vergangenen Woche wurde bereits die Grenze von 10.000 verkauften Karten durchbrochen.

 Sabine Mroch gemeinsam mit den Eltern Martin und Julia Vögeding, Sohn Alexander (hinten, v.l.) Amelie, Gewinnerin Marie und Mulan-Darstellerin Silvia-Ina Hofmann (vorn v.l.).

Sabine Mroch gemeinsam mit den Eltern Martin und Julia Vögeding, Sohn Alexander (hinten, v.l.) Amelie, Gewinnerin Marie und Mulan-Darstellerin Silvia-Ina Hofmann (vorn v.l.).

Foto: Schlossfestspiele

(svs) Als Open-Air-Veranstaltung, zumindest bei den meisten Aufführungen, sind die Schlossfestspiele durchaus abhängig von der Witterung. Diese war in diesem Frühsommer seit der ersten Aufführung am 2. Juni alles andere als gut. Entsprechend liegen die Zuschauerzahlen etwas unter dem erhofften und durchaus auch kalkulierten Plan. „Wir hatten lange keinen so schlechten Juni, was das Wetter angeht. Das wirft uns natürlich weit zurück. Trotzdem bin ich insgesamt zufrieden, wir haben tolle Stücke, eine wunderbare Besetzung und der Besuch bei den Innenveranstaltungen, die zu gut 95 Prozent ausgebucht sind, zeigt, dass die Menschen das auch honorieren“, sagt der Intendant der Festspiele, Jan Bodinus.

Trotz der großen Probleme ob der Witterung durften die Organisatoren jetzt die 10 000. Besucherin empfangen: Die acht Jahre alte Marie Vögeding besuchte mit ihren Eltern die Aufführung von „Mulan“ am Sonntag und wurde entsprechend geehrt. Das Mächen durfte sich über ein persönliches Treffen mit Mulan-Darstellerin Silvia-Ina Hofmann, eine Einladung zur Kinderstückpremiere im nächsten Jahr, das Buch „Klassikerschätze“ sowie eine Mulan-Tasse randvoll gefüllt mit Süßigkeiten freuen.

Trotzdem: Die Verantwortlichen hoffen mit besserem Wetter auch auf noch bessere Besuchszahlen. „Ich habe mit vielen Menschen in Willich gesprochen die sagen: ‚Ich war noch nicht da, ich will aber unbedingt‘. Jetzt ist die Zeit, jetzt kommt die Sonne. Die Vorhersage für die nächsten zwei bis drei Wochen verspricht beste Bedingungen“, betont Bodinus. So soll die handwerklich bereits sehr gute Saison fortan auch wirtschaftlich zum Erfolg werden.

„Ich appelliere durchaus auch an die Menschen, uns zu unterstützen, sodass wir auch die nächsten zehn oder gar 40 Jahre Festspiele erleben“, sagt Bodinus eindringlich. Dabei ist er aber guter Dinge und ergänzt: „Viele Menschen werden jetzt die Witterung nutzen, um sich die tollen Stücke anzusehen. Das bedeutet, dass es mit Tickets durchaus hier und da eng werden dürfte. Darum empfehle ich ganz eindringlich, den Vorverkauf möglichst frühzeitig zu nutzen, um Enttäuschungen zu vermeiden“, sagt er.

Wie hoch die Nachfrage eigentlich ist, zeigen die Aufführungen im Innenraum wie die Lesung von Katharina Thalbach oder das Udo-Jürgens-Event mit Alex Parker. „Beide waren voll besetzt. Das zeigt uns, dass wir durchaus den Zuspruch haben und die Leute unsere Angebote würdigen und nutzen. Die Kritiken für unsere Stücke sind auch durch die Bank hervorragend: Ich bin sicher, wenn jetzt die Witterung stimmt, werden wir auch für den Rest der Spielzeit tolle Besucherzahlen erleben“, übt sich Bodinus in – jedoch durchaus berechtigtem – Zweckoptimismus.

(svs)