Neue Veranstaltung in Willich Gelungene Premiere für den „etwas anderen Markt“

Willich · Zum ersten Mal fand am Wochenende „Der etwas andere Markt“ im Herzen Willichs statt. Das bunte Angebot und die Musik lockten viele Besucher, die mit Schirmen ausgestattet dem wechselhaften Aprilwetter trotzten.

 Viel Musik gab es bei der ersten Auflage von „Der etwas andere Markt“ in Willich.

Viel Musik gab es bei der ersten Auflage von „Der etwas andere Markt“ in Willich.

Foto: Norbert Prümen

Musik klingt durch den Ortskern, begleitet vom wohligen Geruch von Crêpes, Bratwürstchen und Co. Alt-Willich ist zum ersten Mal der Schauplatz für eine besondere Veranstaltung. „Der etwas andere Markt“, organisiert vom Werbering Willich, verspricht trotz des wechselhaften Aprilwetters Kunst, Handwerk, Ausgefallenes und sogar Live-Musik. Ein buntes Programm für Groß und Klein. Und das sogar mit komplett nachhaltiger Energie.

Bereits zu Beginn ist die Stimmung gut. Sowohl bei den rund 30 Ausstellern und den ersten Besuchern, als auch beim Team rund um Thomas Brock, dem ersten Vorsitzenden des Werberings Willich. Die Musik vom Marktplatz verbreitet heitere Stimmung, und die Sonne lässt sich zwischendurch auch mal blicken.

Musikalisch heizen über das Wochenende nicht nur ein DJ ein, sondern auch Live-Bands: Smitty and the Rockin‘ Roosters begeistern am Samstagabend mit dem Flair der 1950er-Jahre, und OK – Die Band aus Nettetal zelebriert am Sonntag beliebte Hits der 1980er.

Brock freut sich. „Die Planung hat im November letztes Jahr angefangen. Und bis jetzt ist alles soweit glatt gelaufen.“ Das unberechenbare Wetter nimmt er mit Humor: „Damit muss man halt rechnen. Außerdem sind die Willicher hart im Nehmen. Die Besucher werden schon kommen. Vor allem heute Abend rechne ich damit, dass es voll wird“, sagt er. Und tatsächlich: im Laufe des Tages füllt sich der Marktplatz mit einigen Besuchern, die mit Regenschirmen und dicken Jacken dem Wetter trotzen und die ausgelassene Atmosphäre genießen. Eine gute erste Bilanz.

Initiiert wurde die Veranstaltung ursprünglich durch Brock und seine Frau, und mit kräftiger Unterstützung des Werberings und der Pfadfinder Willich konnte alles im gewünschten Rahmen organisiert werden. Die Pfadfinder fungieren nicht nur als Informationspunkt für den Markt vor Ort, sondern waren ebenfalls von Anfang an der Organisation beteiligt, waren auch eine große Hilfe beim Auf-, und Abbau, erzählt Brock: „Dafür bedanken wir uns ganz herzlich.“ Der Grundgedanke des Marktes sei es, den Willicher Bürgern mal etwas Anderes, Neues zu präsentieren. Daher auch der Name „Der etwas andere Markt“.

Neben Kleidung und Schmuck gibt es auch einige außergewöhnliche Angebote, etwa „Fawwi“ von Thomas Heer. Er ist extra aus Erfurt in Thüringen angereist, um in Willich seine Taschen aus recycelten Materialien, wie alten Luftmatratzen, Sakkos und sogar Turnbockleder, zu verkaufen. Seit 2011 hat er sich der Herstellung neuer Sachen aus alten Materialien verschrieben. Ganz nach dem Motto „Aus Alt mach Neu“. Dieses Motto teilt auch Ingo Speh mit seinen hölzernen Garten-Kreaturen. Diese schnitzt er mit der Motorsäge. Jedes Stück ist einzigartig. So steht neben Schnapsregalen und Tiki-Gesichtern auch eine riesige Wäscheklammer an seinem Stand. Auch eine Couch, komplett mit hölzernen Kissen aus einem großen Eichenstamm gesägt, hat Speh schon angefertigt. „Ich finde es großartig, aus den Holzresten, die sonst zu Feuerholz werden, noch etwas Besonderes zu machen, was den Leuten Freude bereitet.“

Ein weiteres Highlight bietet der Stand des Aero Clubs Krefeld. Der Club hat auf dem Kaiserplatz nicht nur einen Hochleistungs-Segelflieger, ein Modell LS4 des deutschen Herstellers Rolladen Schneider, aufgestellt, sondern auch einen Flugsimulator, in dem Interessierte mal ein virtuelles Segelflugzeug steuern, landen oder auch abstürzen lassen können. Ein Gutes hat das Wetter, sind sich der erste Vorsitzende Frank Lettmann und Club-Mitglied Elmer Fieber einig: „So fliegt auf unserem Flugplatz auch niemand, und wir nehmen keinem den Flieger weg. Das gäbe sonst Keilerei“, sagt Lettmann lachend. Der Club bietet über seine Internetseite (www.ackrefeld.de) weitere Informationen an, für Interessierte gibt es auch Schnupperkurse. „Wir wollen Begeisterung wecken“, heißt es vom Aero-Club.

Werbering-Vorsitzender Brock ist optimistisch. „Wir hoffen, dass sich der Markt etablieren wird“, sagt er und verrät: „Die Planung für 2025 läuft schon. Da soll der Markt vermutlich im Mai stattfinden.“

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