Wekeln: Rabiaten Ehemann eingewiesen

Wekeln: Rabiaten Ehemann eingewiesen

Stark angetrunkener Wekelner bedrohte Frau und Polizei.

Wekeln. Am Mittwochnachmittag ist die Polizei von einer 37-jährigen Frau aus Wekeln um Hilfe gerufen worden, weil sich ihr Mann in ihrem gemeinsamen Haus verbarrikadiert hatte. Den Beamten berichtete sie, dass sie sich nach einer Körperverletzung am Vortag zu einer Freundin geflüchtet habe und nun nicht wieder ins Haus komme.

Den Polizisten gelang es weder, die Tür zu öffnen, noch, Kontakt zu dem Mann aufzunehmen. Ein Schlüsseldienst öffnete daraufhin die Haustür. Die Beamten fanden den augenscheinlich stark betrunkenen Mann im Keller vor. Da der 39-Jährige schon tags zuvor seine Frau körperlich attackiert und verletzt hatte, nahmen die Polizisten ihn in Gewahrsam, zumal eine erneute Gewalttätigkeit gegen die Frau drohte.

Der "äußerst uneinsichtige" Ehemann, so Polizeisprecher Wolfgang Wiese, habe sich gegen den Abtransport gesperrt und sei deshalb gefesselt worden. Auf der Fahrt zur Wache habe er die Beamten bedroht und beschimpft. In der Zelle riss er seine Kleidung in Streifen und beschädigte die Zelleneinrichtung, beides offensichtlich in der Absicht, sich etwas anzutun.

Nach ärztlicher Untersuchung wurde der Mann noch am Abend durch das Ordnungsamt in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Er wird sich neben einer Anzeige wegen Körperverletzung auch einem Verfahren wegen Bedrohung, Beleidigung, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung ausgesetzt sehen.

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