Wasserwerk: Rückkauf erneut im Gespräch

Wasserwerk: Rückkauf erneut im Gespräch

Christian Pakusch (CDU) fordert bis Ende Juni eine Entscheidung. Gebaut wird im „Dreieck“.

Willich. Die Stadtplaner haben derzeit in Willich viel zu tun: Vor allem in die Umgestaltung des Brauerei- und des Krankenhausgeländes muss viel Gehirnschmalz investiert werden. An anderer Stelle wird schon gearbeitet — auch wenn der lange Winter für Verzögerungen gesorgt hat. Das ist zum Beispiel auf dem Willicher Markt der Fall, aber auch am Schiefbahner Dreieck. Darüber war war in den sozialen Netzwerken sogar schon von einem Baustoppweg die Rede. „Da ist nichts dran“, betont der Vorsitzende des Planungsausschusses, Christian Pakusch. Zuletzt wurde im „Dreieck“ auch wieder gearbeitet.

Foto: Lübke

Wie der Willicher CDU-Vorsitzende hervorhebt, stehe seine Partei zur Idee einer autofreien Siedlung in der Stadt. Über die harte Kritik der FDP an diesem Antrag der CDU-Fraktion — „eine Schnapsidee“ — habe er sich gewundert. Man müsse den Mut haben, auch einmal neue Wege zu gehen, sagt Pakusch.

Baupläne gibt es schon seit mehr als zehn Jahren für das alte Wasserwerk im Stahlwerk Becker. Zuletzt 2016 hatte ein Investor vom Umbau zu einem viergeschossigen Bürokomplex mit verglaster Galerie und einer Nutzfläche von 786 Quadratmetern geschwärmt. Eine Baugenehmigung wurde erteilt, über ein Crowd-Investing-Projekt kamen 500 000 Euro zusammen — aber offenbar fehlt der Ankermieter, weshalb mit den Arbeiten nie begonnen wurde. Folge: Das denkmalgeschützte Gebäude verfällt immer weiter — und die Investoren warten vergeblich auf die erwarteten Zinsen von sieben Prozent pro Jahr für ihr eingezahltes Kapital. Zum 31. März war die Auszahlung eigentlich vorgesehen.

„Bis zu politischen Sommerpause Ende Juni möchte ich eine Entscheidung haben, wie es dort weitergeht“, sagt Pakusch, der auch Vorsitzender der Willicher Grundstücksgesellschaft (GSG) ist. Schon 2013 hatte die GSG das Denkmal einmal zurückgekauft, weil ein Investor mit seinen Plänen nicht zu Potte kam. Sollte dies jetzt wieder der Fall sein, müsse man über neue Lösungen für das Wasserwerk nachdenken, so Pakusch.

Themenwechsel: Der ehemalige Vorsitzende des Schulausschusses sieht mit einer gewissen Sorge die jüngst schwachen Anmeldezahlen an der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule in Schiefbahn. Diese haben sich mittlerweile allerdings wieder verbessert. Gleichwohl müsse man die Entwicklung im Auge behalten. „Gründlichkeit geht dabei vor Schnelligkeit“, betont der CDU-Politiker und erinnert daran, dass die Schiefbahner Hubertusschule vor Jahren schon einmal tot geredet wurde — „und heute steht sie glänzend da“. Gemeinsam mit seiner Kollegin Sonja Fucken-Kurzawa habe er das Gespräch mit Gesamtschulleiter Eduardo Träger gesucht. Dieser habe ihn davon überzeugt, dass die Anrather Oberstufen-Dependance keine Schwächung, sondern eine Chance sei.