Heimat- und Schützenfest 2024 in Vorst Tränen der Rührung beim Vorster Schützenfest

Vorst · Während es draußen regnete, flossen auf der Bühne Tränen: Königin Steffi war von den Worten ihres Mannes gerührt.

Der große Festumzug am Samstagabend fiel wegen des starken Regens deutlich kleiner aus. Stattdessen versammelten sich die Schützen für ein Gruppenfoto im Saal von Haus Vorst.

Der große Festumzug am Samstagabend fiel wegen des starken Regens deutlich kleiner aus. Stattdessen versammelten sich die Schützen für ein Gruppenfoto im Saal von Haus Vorst.

Foto: Norbert Prümen

Was man gerne macht, macht man ja bekanntlich auch gut. Und Frank I. Moos wollte schon lange Schützenkönig werden. Beim diesjährigen Schützen- und Heimatfest in Vorst ist ihm die Begeisterung anzumerken. Emotionale Momente gab es am Samstagabend. Während es draußen regnete, flossen auf der Bühne der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft von 1444 Tränen: Königin Steffi war sichtlich gerührt.

Zwar lief bislang grundsätzlich alles rund, aber der Regen am Samstag hatte zur Folge, dass der Galazug verkürzt werden musste. Der Tanz in den Mai war mit mehr als 700 Besuchern ein voller Erfolg gewesen. Der Kaltblutritt am 1. Mai war sehenswert: 38 Kaltblutpferde waren beteiligt, sie kamen unter anderem aus Kempen, Willich und Krefeld. Beim Maibaum-Setzen waren viele Vorster Vereine vertreten.

Beim Dorfabend mit mehr als 800 Besuchern gab es einen herausragenden Auftritt: Die Grenadiere hatten den Queen-Klassiker „Bohemian Rhapsody“ auf das Königspaar zurechtgeschnitten, ihr Gesang hat nicht nur die Besucherinnen und Besucher im Festzelt begeistert, er fand auch bei Facebook Beachtung und Anerkennung.

Zahlreiche Festgäste beim
großen Galaball im Festzelt

Der Regen war das einzig Schlechte am Schützenfest-Samstag, im Festzelt war er aber schnell vergessen. Karsten Ferfers, der 1. Vorsitzende der Schützenbruderschaft, konnte beim Galaball jede Menge Festgäste begrüßen, darunter etliche gekrönte Häupter wie König Markus Altmann aus Vinkrath, Lukas Zäske von St. Hubertus Süchteln Hagen, Jens Heenen von Strümpsche Benediktus Schmalbroich und Michael Krings von Hüskes Krone Schmalbroich sowie einige mehr jeweils mit ihren Königinnen. Stark vertreten waren wieder die Vorster Vereine wie die Karnevalsgesellschaft Rot Weiß.

Uwe Leuchtenberg ist Mitglied der Vorster Sebastianer, hielt seine kurze Ansprache aber als Bürgermeister: „Das Brauchtum brauchen wir gerade in den jetzigen Zeiten. Ich freue mich, dass wir hier heute so feiern. In Vorst herrscht zum Glück noch heile Welt.“ Er hatte Christiane Tille-Gander von der CDU mit auf die Bühne gebracht sowie die amtierende Apfelkönigin Jacqueline Huhndorf.

Königin Steffi hatte das letzte Wort und gab grünes Licht

Bezirksbundesmeister Uli Loyen vertrat den Bezirksverband Kempen. Er sagte zum König: „Ich war live dabei, als dir der der goldene Schuss im Jahre 2008 nicht gelungen war. Du warst damals sehr traurig.“ Seine Steffi habe immer das letzte Wort gehabt, und im September vergangenen Jahres habe sie schließlich grünes Licht gegeben. „Du warst so aufgeregt“, sagte Loyen zum König. Der hatte am 23. September trotz seiner Nervosität mit dem 255. Schuss den Vogel abgeschossen.

Frank Moos bedankte sich bei seinen Ministerpaaren und allen, die ihn unterstützt hatten, und das waren nicht wenige. Er sprach von „unvergesslichen Erinnerungen“. Als er sich bei seiner Schwester Roswitha und den beiden Kindern bedankte, griff Königin Steffi zum Taschentuch. Sie steckte es ein und holte es gleich wieder hervor, als ihr Mann, der König, sie als seinen wichtigsten Menschen bezeichnete. Ihr Okay sei nicht selbstverständlich gewesen, und sie habe ihm immer den Rücken freigehalten. Es waren bewegende Momente, die ein Königspaar so sympathisch machen. Die Schützen skandierten: „Olala, Steffi wunderbar“.

Die Schlange derer, die dem Königspaar gratulierten, schien endlos lang zu sein. Was Bürgermeister Leuchtenberg aufgefallen war: König Frank I. hatte seine Rede abgelesen. Was er nicht ablesen musste, war folgendes Bekenntnis an seine Königin: „Ich liebe Dich!“

Was zur guten Stimmung am Samstagabend im Festzelt beitrug, war der Blick auf die Wetter-App, die für den Sonntag gutes Wetter versprach. Der Schützenfest-Sonntag begann um 8.30 Uhr mit dem Hochamt und der anschließenden Prozession. Mehr als 80 Frauen in langen Festkleidern waren bei der Parade ab 17.30 Uhr zu sehen beziehungsweise zu bewundern.

Am Montag, 6. Mai, wird es ab 21.30 Uhr noch einmal so richtig festlich. Es stehen Serenade, Großer Zapfenstreich auf dem Marktplatz, Fackelzug und Serenade auf dem Programm.