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Vorst: Durchgangsverkehr im Bereich Kirchplatz soll unterbunden werden

Bürgerbeschwerden : Poller für Trennung vom Markt

Bürger beklagen sich über den Durchgangsverkehr in Vorst. Nun wurde im Stadtrat beschlosen, dies im Bereich Kirchplatz zu unterbinden.

Der Durchgangsverkehr in Vorst ist ein Dauerthema für Anwohner und Politik. Ob es die Süchtelner Straße ist, über die Autos, Lastwagen oder Fahrräder den Ort passiert, oder parallel die Verkehrs- und Parkplatzsituation im Bereich Kuhstraße, Markt und Seulenstraße.

Bürger beklagen zu viel Durchgangsverkehr

SPD, Grüne, Unabhängige Wählergemeinschaft Tönisvorst (UWT 2020) und Gemeinschaft Unabhängiger Tönisvorster (GUT) haben nun per Mehrheitsbeschluss im Stadtrat eine Summe von 1000 Euro in den Haushalt 2021 einstellen lassen. Es sind Mittel für Klapp-Pfosten. Denn die vier Fraktionen beantragen, dass die Straßen Markt und Seulenstraße (diese führt vom Markt an der Sparkassenfiliale vorbei zur Lindenstraße) baulich durch jene Pfosten voneinander getrennt werden. Damit soll erreicht werden, dass eine Durchfahrt durch den Ortskern „nur noch im Notfall bzw. für Entsorgungsdienste und Marktbeschicker möglich“ ist.

Als Begründung für das Kappen des Verkehrsflusses liefern die Antragsteller folgende Beobachtung: „Seit langem beklagen sich Bürgerinnen und Bürger sowie die im Vorster Ortskern ansässigen Unternehmerinnen und Unternehmer über zu viel Durchgangsverkehr und zu hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten im Verlauf Kuhstraße-Markt-Seulenstraße.“ Eine vollständige Erreichbarkeit des Innenstadtbereichs bleibe gewährleistet. „Es entfallen keine Parkplätze, die Dienstleister und die Garagen der Anwohner sind alle unverändert erreichbar, aber der Weg durch den verkehrsberuhigten Bereich wird als Abkürzung unattraktiv.“ Auch der Schulweg für die Vorster Kinder werde damit in diesem Bereich sicherer.

Der Antrag war vor allem der GUT-Fraktion wichtig. In der Pressekonferenz zu den 14 gemeinsamen Anträgen hatte Aleksander Weber ihn vorgestellt.

Im Stadtrat am vergangenen Donnerstag wies Ratsherr Christian Rütten (CDU) nach etlichen erlebten Diskussionen im Fachausschuss noch einmal darauf hin, dass schon der ehemalige langjährige Ordnungsamtsleiter Wolfgang Schouten von dieser Lösung abgeraten habe. Der Antrag des Viererbündnisses fand dennoch eine Mehrheit.

Wer künftig durch Vorsts Mitte mit der Absicht fährt, Wegstrecke und Wartezeit an der Ampel-Kreuzung Süchtelner Straße/Lindenallee abkürzen zu wollen, wird von Pollern zur Umkehr gezwungen.