Start im Baugebiet : Vorst: Bauherren können loslegen

Die Baustraßen sind fertig. Die Eigentümer bekommen grünes Licht für den Start.

Es geht voran - endlich: Die Erschließungsstraßen im Neubaugebiet Vorst-Nord sind soweit hergestellt. „Wir haben bereits ein Informationsschreiben an die Bauherren geschickt, dass sie mit den Arbeiten beginnen können“, berichtet Jörg Friedenberg,  kommissarischer Leiter des Immobilen-Managements der Stadt Tönisvorst.

Eine Reihe von Bauanträgen sind schon genehmigt. Insgesamt werden 70 Grundstücke in dem Areal bebaut. „Vor allem die Bauherren, die in Fertigbauweise errichten, wollen jetzt schnell loslegen“, verrät Friedenberg.

Stadt stellt Geld für
die Aufschüttungen bereit

Das Bauprojekt, dessen erste Entwürfe schon 20 Jahre zurückliegen, war lange von einer Pleiten-, Pech- und Pannenserie überschattet. Das hatte immer wieder zu Verzögerungen geführt. Archäologische Grabungen und Planungsfehler bei der Stadt waren unter anderem Gründe dafür.

Die (hoffentlich) letzte dieser Pannen räumte der Stadtrat in seiner Sitzung vor den Sommerferien ab: Er stellte 140 000 Euro für Aufschüttungen der Grundstücke bereit (die WZ berichtete). Diese Aufschüttungen um bis zu einem Meter bis auf das Straßenniveau sind aufgrund der Höhenlage des Kanals zum Versickerungsbecken zwingend notwendig. „Kommunikationspannen“ hatten dazu geführt, dass die Hausbauer erst in diesem Jahr von dem Niveau-Unterschied erfuhren, der bei der Stadt schon seit 2016 bekannt war.

Die endgültigen Straßen
werden ab 2020 gebaut

Wie viel Geld jeder Grundstückseigentümer jetzt aus dem von der Stadt bereitgestellten Zuschusstopf erhält, wird individuell berechnet. Denn nicht jeder sei in gleichem Maße betroffen, so Jörg Friedenberg. Mancher Eigentümer werde gar kein Geld erhalten, bei anderen könne die Summe auf bis zu 5000 Euro gehen.

Parallel zur Fertigstellung der Baustraßen entsteht derzeit auch das Versickerungsbecken. Es wird das Regenwasser des Baugebiets aufnehmen. Das Erdbecken hat nach Auskunft von Jörg Friedenberg ein Volumen von 1400 Kubikmeter bei einer Beckenoberfläche (Sohle) von 1100 Quadratmetern. Die Beckentiefe beträgt einen Meter. „Die gesamte Anlage wird eingezäunt.“

Der ausgehobene Mutterboden des Baugebiets wird teils in den Seitenstreifen eingearbeitet, teils an der Seite gelagert.

Wenn etwa 80 Prozent der Häuser errichtet sind, wird die Stadt mit dem Endausbau der Straßen beginnen. Sie jetzt schon fertigzustellen, würde keinen Sinn machen, da die schweren Baufahrzeuge den Straßenbelag kaputt machen würden. Jörg Friedenberg rechnet nicht vor 2020 mit dem Beginn dieser abschließenden Arbeiten.

Für das gesamte Areal werden von der Deutschen Telekom übrigens  schnelle Glasfaseranschlüsse angeboten. „Die Leerrohre dafür liegen schon“, berichtet Jörg Friedenberg.

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