Viele Besucher bei „Rock am Rathaus“ in St. Tönis

Rockparty : Coverbands spielen Rammstein, Nena und Tina Turner

St. Tönis: „Rock am Rathaus“ hat 1000 Menschen in Feierlaune versetzt. „Morgentau“ und „For Example“ boten eine gute Mischung.

Rund 800 bis 1000 Menschen werden es wieder gewesen sein, die sich am Samstagabend auf dem Rathausplatz in der St. Töniser Fußgängerzone versammelt haben. Zwei Bands haben die Veranstalter, der Service-Club „Round Table“ Tönisvorst, diesmal für das beliebte Rockkonzert, das jedes Jahr in den Sommerferien stattfindet, gewinnen können.

Auf der Open-Air-Bühne steht zunächst die Band „Morgentau“ aus Krefeld, die seit vielen Jahren mit ihrem Akustik-Gitarren-Sound bei Stadtfesten für gute Stimmung sorgt und auch in Tönisvorst viele Fans hat. Ihre Interpretation von alten Hits kommt gut an beim Publikum. Es wird gesungen und geklatscht, auch erste Tänzer werden vor der Bühne gesichtet.

Der Hauptakt in diesem Jahr ist „For Example“ aus Bergheim, die zum ersten Mal bei „Rock am Rathaus“ spielen. Mit einer wilden Mischung aus Nena-Hits und Rammstein-Songs, Liedern von Falco und Tina Turner, Soft Cell und Robbie Williams trumpft die achtköpfige Combo auf. Das Publikum ist begeistert. Offensichtlich trifft die Cover-Mischung genau den Geschmack der Besucher. Nicht umsonst gehört „For Example“ zu den erfolgreichen Bands in der deutschen Coverszene. Dass die Musikgruppe über zwei Sänger und zwei Sängerinnen mit hohem stimmlichen Niveau verfügt, sorgt für eine abwechslungsreiche Show.

Zum elften Mal hatte der Service-Club „Round Table“ zu „Rock am Rathaus“ geladen. Dabei sei es, sagt Pressesprecher Daniel Ponten, nicht schwer, gute Bands für das Open-Air-Konzert zu bekommen. „Die Veranstaltung hat einen guten Ruf, die Agenturen melden sich mittlerweile bei uns und fragen, ob die Bands hier spielen können.“ Zehn Mitglieder zwischen 26 und 40 Jahren sind es, die das Konzert in der Ortsmitte jedes Jahr stemmen. Alleine müssen sie das aber nicht tun. „Insgesamt sind hier 70 Leute im Einsatz, 40 davon ehrenamtlich“, sagt Ponten.

In diesem Jahr haben waschbare Becher die Einwegware ersetzt

So ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit zwei Mannschaftswagen vor Ort, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und des Spielvereins (SV) St. Tönis haben je einen der Getränkepavillons übernommen, Metzgermeister Markus Helbig sorgt für die Verpflegung, die Damen des „Ladies Circle“ aus Frankfurt am Main haben wieder ihre Cocktailbar aufgebaut, und die engagierten Security-Mitarbeiter haben das Publikum gut im Blick, müssen aber nicht tätig werden.

„Auch die ,Old Tablers’, ein Club für alle ,Round Tablers’, die die Altersgrenze von 40 überschritten haben, sind mit im Boot“, sagt Ponten, der selbst am DRK-Spülmobil steht, das die wiederverwertbaren Hartplastikbecher reinigt, die in diesem Jahr erstmals die Einweg-Plastikbecher ersetzen.

Gesponsert haben die Becher Unternehmer und Handwerker aus Tönisvorst. „In den vorigen Jahren war am Ende des Abends der ganze Platz mit Plastik übersät“, sagt Christoph Kohnen, der am Getränkestand der Freiwilligen Feuerwehr Bier zapft. Als in diesem Jahr um Mitternacht die letzten Töne des Konzerts verklingen und die Menschen sich langsam auf den Weg nach Hause machen, liegen tatsächlich keine Becher auf dem Boden, was den vielen freiwilligen Helfern die Aufräumarbeiten erleichtert und die Umwelt freut. wic

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